Die göttliche Liebe – Kapitel 9

Kapitel 9

Ehe, Familie, Erziehung

Am Anfang wurde das Menschenwesen in zwei Teile geteilt und so die zwei Geschlechter geschaffen, das eine — der Mann, das andere — die Frau; in ihm Starke, Intelligenz, Wurde; in ihr Zärtlichkeit, Anmut, Schönheit. Der eine — der Same, die andere — die fruchtbare Erde. Seht hier zwei Wesen, die nur vereint sich vollständig, vollkommen und glücklich fühlen können. In ihrer Harmonie werden sie ein einziges „Fleisch“, einen einzigen Willen und ein einziges Ideal bilden. Wenn diese Verbindung vom Geist und von der Liebe inspiriert ist, wird sie Ehe genannt. (38, 30-31)

Siehe, darum habe Ich die Ehe eingesetzt und geheiligt. Denn in der Vereinigung dieser zwei Wesen, die geistig gleichwertig, aber körperlich verschieden sind, besteht der vollkommene Stand. (66, 69)

Die einen wie die anderen frage Ich: Habt ihr Kinder? Dann habt Erbarmen mit ihnen. Wenn ihr auch nur für einen Augenblick deren Seelen erblicken könntet, würdet ihr euch unwürdig fühlen, euch ihre Eltern zu nennen. Gebt ihnen keine schlechten Beispiele, hütet euch davor, in Gegenwart der Kinder ein Geschrei zu erheben.

Ich weiß, dass es in dieser Zeit wie nie zuvor Probleme innerhalb der Ehen gibt — Probleme, für die die Betreffenden nur eine Lösung finden: die Trennung, die Scheidung.

Wenn der Mensch vom geistigen Wissen die nötige Kenntnis hätte, würde er keine so schweren Fehler begehen, denn er würde im Gebet und in der Vergeistigung die Inspiration finden, um die schwierigsten Verwicklungen zu lösen und die härtesten Prüfungen zu bestehen.

Mein Licht erreicht alle Herzen, auch die betrübten und niedergeschlagenen, um ihnen neuen Lebensmut zu geben. (312, 39-42)

Der Mann und die Frau nehmen ohne Vorbereitung die Frucht des Lebens und erkennen nicht ihre Verantwortung gegenüber dem Schöpfer, wenn sie neue Wesen zur Menschwerdung auf der Erde zeugen. (34, 14)

Einige fragen Mich: „Herr, ist die menschliche Liebe vor Dir etwa unzulässig und abscheulich, und billigst Du nur die geistige Liebe?“

Nein, Volk. Zwar stehen dem Geiste die höchsten und reinsten Empfindungen der Liebe zu, doch auch in den menschlichen Körper legte Ich ein Herz, damit das Herz liebe, und Ich gab ihm Gefühle, damit das Herz durch dieselben alles liebe, was das Herz umgibt. (127, 7-8)

Ich verlange von euch keine übermenschlichen Opfer. Ich habe weder den Mann aufgefordert, nicht mehr Mann zu sein, um Mir nachzufolgen, noch habe Ich von der Frau verlangt, dies nicht mehr zu sein, um eine geistige Aufgabe zu erfüllen. Den Gatten habe Ich nicht von seiner Gefährtin getrennt, noch habe Ich diese von ihrem Gatten entfernt, damit sie Mir dienen könne; noch habe Ich den Eltern gesagt, dass sie ihre Kinder verlassen oder ihre Arbeit aufgeben sollen, um Mir nachfolgen zu können.

Den einen wie den anderen habe Ich begreiflich gemacht, als Ich sie zu „Arbeitern in diesem Weinberge“ machte, dass sie — um meine Diener zu sein — nicht aufhören, Mensch zu sein, und dass sie darum verstehen müssen, Gott zu geben, was Gottes ist, und der Welt, was ihr zukommt. (133, 55-56)

Wachet über der Tugend eurer Familien und dem Frieden eurer Heime. Seht, wie selbst die Ärmsten Eigentümer dieses Schatzes sein können. Erkennet, dass die menschliche Familie eine Verkörperung der Geistigen Familie ist: in ihr wird der Mann zum Vater, wodurch er wirkliche Ähnlichkeit mit seinem Himmlischen Vater hat. Die Frau mit ihrem mütterlichen Herzen voller Zärtlichkeit ist Abbild der Liebe der Göttlichen Mutter, und die Familie, die sie zusammen bilden, ist eine Verkörperung der Geistigen Familie des Schöpfers. Das Heim ist der Tempel, in dem ihr am besten lernen könnt, meine Gesetze zu erfüllen, wenn die Eltern bereit waren, an sich zu arbeiten. (199, 72)

Denkt ernstlich an die Generationen, die nach euch kommen, denkt an eure Kinder. So wie ihr ihnen das körperliche Sein gegeben habt, so habt ihr auch die Pflicht, ihnen geistiges Leben zu geben — jenes, welches Glaube, Tugend und Vergeistigung ist. (138, 61)

Entzündet in der Jugend die Liebe zum Nächsten, gebt ihr große und edle Ideale, denn die Jugend wird es sein, die morgen darum kämpft, ein Dasein zu erreichen, in welchem Gerechtigkeit, Liebe und die heilige Freiheit des Geistes erstrahlt. Bereitet euch vor, denn die große Schlacht, von der die Prophetien sprechen, ist noch nicht gekommen. (139, 12)

Familienväter, vermeidet Fehler und schlechte Beispiele. Ich verlange keine Vollkommenheit von euch, nur Liebe und Fürsorge für eure Kinder. Bereitet euch geistig und körperlich vor, denn im Jenseits warten große Legionen von Seelen auf den Augenblick, um unter euch Mensch zu werden.

Ich will, dass sich die Erde mit Menschen guten Willens füllt, welche Früchte der Liebe sind. (38; 44, 46)

Heute seid ihr keine kleinen Kinder mehr und könnt den Sinngehalt meiner Unterweisungen verstehen. Auch wisst ihr, dass eure Seele nicht zugleich mit dem Körper, den ihr besitzt, entstand und dass der Ursprung des einen nicht der des anderen ist. Jene Kindlein, die ihr in euren Armen wiegt, tragen in ihren Herzen Unschuld, doch in ihrer Seele bergen sie eine Vergangenheit, die zuweilen länger und unheilvoller ist als die ihrer eigenen Eltern. Wie groß ist die Verantwortung derer, die jene Herzen pflegen sollen, damit deren Seelen Fortschritte auf ihrem Entwicklungswege erreichen.

Blickt deswegen nicht mit weniger Liebe auf eure Kinder. Bedenkt, dass ihr nicht wisst, wer sie sind, noch was sie getan haben. Vermehrt vielmehr eure Zuwendung und Liebe ihnen gegenüber und dankt eurem Vater, dass er seine Barmherzigkeit in euch gelegt hat, um euch zu Führern und Beratern eurer geistigen Geschwister zu machen, für die ihr hinsichtlich deren Körper und Blut vorübergehend Eltern seid. (56, 31-32)

Wisset, dass die Seele, wenn sie inkarniert, alle ihre Fähigkeiten mitbringt, dass ihre Bestimmung bereits niedergeschrieben ist und dass sie daher nichts auf der Welt erst empfangen muss. Sie bringt eine Botschaft mit oder eine Sühneaufgabe. Manchmal erntet sie eine (gute) Saat, und ein andermal bezahlt sie eine Schuld. Aber immer empfängt sie in diesem Leben eine Lektion der Liebe, die ihr ihr Vater gibt.

Ihr, die ihr eure Kinder durch dies Leben geleitet, sorget dafür, dass sie, wenn die Zeit kindlicher Unschuld vorüber ist, den Weg meines Gesetzes beschreiten. Erweckt ihre Gefühle, offenbart ihnen ihre Fähigkeiten und regt sie immer zum Guten an, und wahrlich, Ich sage euch, wen ihr Mir in dieser Weise zuführt, der wird von dem Lichte überstromt werden, das von jenem göttlichen Feuer ausstrahlt, welches meine Liebe ist. (99, 64-65)

Geistig habt ihr schon einen weiten Weg zurückgelegt, und nun seid ihr erstaunt angesichts der Intuition und der Entfaltung, die die neuen Generationen von ihrer zartesten Kindheit an offenbaren. Denn es sind Seelen, die viel erlebt haben und nun wiederkommen, um der Menschheit voranzuschreiten — die einen auf den Wegen des Geistes und die andern auf den Wegen der Welt, je nach ihren Fähigkeiten und ihrer Mission. Doch bei ihnen allen werden die Menschen inneren Frieden feststellen. Diese Wesen, von denen Ich zu euch spreche, werden eure Kinder sein. (220, 14)

Studiert die Seelen, die euch umgeben, und die, welche euren Lebensweg kreuzen, damit ihr deren Tugenden schätzen lernt, die Botschaft aufnehmt, die sie euch bringen, oder ihnen das gebt, was sie von euch erhalten sollen. (11, 26)

Ich gebe euch die Schlüssel, um die Türen zu eurer ewigen Seligkeit zu öffnen. Diese Schlüssel sind die Liebe, welcher Barmherzigkeit, Vergebung, Verständnis, Demut und Friede entspringen, mit denen ihr durch das Leben gehen sollt. (340, 56)

Krankheit und Schmerz werden immer mehr aus eurem Leben weichen, wenn ihr ein gesundes und erhebendes Dasein führt. Wenn dann der Tod kommt, wird er euch vorbereitet finden für die Reise zur Geistigen Heimat. (117, 25)

Ich segne all jene, die in der Wärme ihres Heimes die besten Freuden ihres Daseins finden und die bestrebt sind, aus ihrer Elternliebe zu den Kindern, der Liebe der Kinder zu ihren Eltern, und der Geschwister untereinander einen Gottes-Dienst zu machen. Denn jene Einigkeit, jene Harmonie und jener Friede gleichen der Harmonie, die zwischen dem Universellen Vater und seiner geistigen Familie existiert. (303, 29)

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