Die göttliche Liebe – Kapitel 7

Kapitel 7

Erdenleben, Tod, Sterben, Jenseits

Falsch ist die Vorstellung, die ihr von dem habt, was das Leben auf der Erde bedeutet, von dem, was die Seele ist, und von dem, was die Geistige Welt ist. Die Mehrheit der Gläubigen meint, dass, wenn sie mit einer gewissen Rechtschaffenheit leben oder wenn sie im letzten Augenblicke ihres Lebens die begangenen Verfehlungen bereuen, der Himmel für ihre Seele sicher ist. Doch diese falsche Vorstellung, die dem Menschen sehr gefällt, ist der Grund dafür, dass er das Gesetz wahrend seines ganzen Lebens nicht beharrlich erfüllt und so bewirkt, dass seine Seele, wenn sie diese Welt verlasst und in die Geistige Welt gelangt, feststellen muss, dass sie an einen Ort gekommen ist, an dem sie nicht die Wunder schaut, die sie sich vorgestellt hatte, noch die höchste Glückseligkeit fühlt, auf die sie ein Anrecht zu haben glaubte.

Wisst ihr, was jenen Wesen widerfährt, die sicher waren, in den Himmel zu kommen, und die statt dessen nur Verwirrendes vorfanden? Da sie nicht länger auf der Erde zuhause waren, weil ihnen der Stützpunkt ihrer körperlichen Hülle fehlte, und sie sich auch nicht zu jenen Höhen erheben konnten, in denen sich die Sphären des geistigen Lichtes befinden, schufen sie für sich — ohne sich dessen bewusst zu sein — eine Welt, die weder menschlich noch zutiefst geistig ist. Dann beginnen sich die Seelen zu fragen: Ist das der Himmel? Ist das die Heimstatt, die Gott den Seelen bestimmt hat, nachdem sie so lange auf Erden gewandert sind?

Nein — sagen andere — dies kann nicht der „Schoß des Herrn“ sein, wo nur Licht, Liebe und Reinheit existieren kann.

Allmählich, durch Nachdenken und Schmerz, gelangt die Seele zum Begreifen. Sie versteht die göttliche Gerechtigkeit, und, vom Lichte ihres Geistes erleuchtet, beurteilt sie ihre vergangenen Werke und entdeckt dabei, dass sie armselig und unvollkommen waren, dass sie nicht wert waren, das zu verdienen, was sie geglaubt hatte. Danach, aufgrund dieser Selbstbetrachtung, zeigt sich die Demut und entsteht das Verlangen, auf jene Wege zurückzukehren, die sie hinter sich hatte, um die Schandflecken auszulöschen, die Fehler wiedergutzumachen und vor ihrem Vater wirklich Verdienstvolles zu tun.

Es ist notwendig, die Menschheit über diese Geheimnisse aufzuklären, damit sie begreift, dass das Leben in der Materie eine Gelegenheit dafür ist, dass der Mensch für seine Seele Verdienste erwirbt — Verdienste, die sie erheben werden, bis sie in einer Sphäre höherer Vergeistigung zu leben verdient, wo sie aufs neue verdienstvoll handeln muss, um nicht zurückzubleiben und um weiter von Stufe zu Stufe aufzusteigen; denn „im Hause des Vaters gibt es viele Wohnungen.“

Diese Verdienste werdet ihr durch die Liebe erwerben, wie es euch das ewige Gesetz des Vaters gelehrt hat. Und so wird eure Seele auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit Stufe um Stufe fortschreiten und dabei den schmalen Weg kennen lernen, der zum Himmelreich führt — zum wahren Himmel, welcher die Vollkommenheit der Seele ist. (184, 40-45)

Eine große geistige Unterweisung ist nötig, damit der Mensch in Einklang mit der Stimme seines Gewissens lebt. Denn obwohl alles von göttlicher Liebe durchdrungen ist, weise geschaffen zum Wohle und zur Beglückung des Menschen, bedeutet die Materie, die ihn auf der Welt umgibt, eine Prüfung für die Seele von dem Augenblick an, da sie eine Welt bewohnt, der sie nicht angehört, und mit einem Körper vereinigt, dessen Natur anders ist als die ihre.

Darin könnt ihr den Grund dafür sehen, weshalb die Seele ihre Vergangenheit vergisst. Von dem Augenblick an, in dem sie in ein unbewusstes Geschöpf, das eben geboren wurde, inkarniert und mit ihm verschmilzt, beginnt sie ein Leben, das mit jenem Körper eng verbunden ist. Vom Geiste bleiben nur zwei Eigenschaften gegenwärtig: das Gewissen und die Intuition; aber die Persönlichkeit, die vollbrachten Werke und die Vergangenheit bleiben eine Zeit lang verborgen. So ist es vom Vater vorgesehen. (257, 18-19)

Ihr könnt an allem zweifeln, was Ich euch sage, doch wahrlich, jene Geisterwelt war wirklich eure Heimat, solange ihr Geistwesen wart. Ihr wart Bewohner jener Heimstatt, in der ihr kein Leid kanntet, in der ihr die Herrlichkeit des Vaters in eurem Wesen fühltet, da in ihm kein Makel ist. Doch ihr hattet keine Verdienste, und so war es nötig, dass ihr jenen Himmel verlassen und zur Welt herabkommen musstet, damit eure Seele durch ihre Anstrengung jenes Reich zurückgewinnen würde. Doch ihr seid immer mehr moralisch gesunken, bis ihr euch dem Göttlichen und Geistigen, eurem Ursprung, sehr ferne fühltet. (114, 36)

Dies ist die Zeit, in der die Menschen für die Schönheiten des Geistes erwachen, in der sie sich für das Ewige interessieren und sich fragen: „Wie wird das Leben sein, das uns nach dem Tode erwartet?“ Wer hat sich nicht schon gefragt — wie ungläubig er auch sei — ob in ihm nicht etwas existiert, das die Körpermaterie überlebt? Wahrlich, Ich sage euch, es gibt niemanden, der jenes Mysterium nicht ahnt und der nicht einen Augenblick über das Unergründliche nachgedacht hatte. Die einen stellen Fragen hinsichtlich des Geheimnisses des Geistigen Lebens, das ferne zu sein scheint und das doch in Wirklichkeit direkt vor euren Augen ist; andere werden davon verwirrt, und wieder andere leugnen es. Die einen reden, weil sie alles zu wissen glauben, andere schweigen und warten ab; doch wie wenige sind derer, die wirklich etwas vom Jenseits wissen. (107, 1)

Meine Lehre ist nicht nur dafür da, um euch Kraft und Zuversicht während eures Lebensweges auf Erden zu geben; sie soll euch lehren, wie man diese Welt verlässt, die Schwellen des Jenseits überschreitet und die ewige Heimat betritt.

Alle Konfessionen stärken die Seele auf ihrem Gang durch diese Welt; aber wie wenig offenbaren sie ihr und bereiten sie für die große Reise ins Jenseits vor. Das ist der Grund, weshalb viele den Tod als ein Ende betrachten, ohne zu wissen, dass man von da an den unendlichen Horizont des wahren Lebens erblickt. (261, 52-53)

Der Tod ist wie ein kurzer Schlaf, nach welchem die Seele unter der Liebkosung meines Lichtes mit erneuerten Kräften erwachen wird wie zu einem neuen Tage, der für sie beginnt.

Der Tod ist der Schlüssel, der euch die Tore des Gefängnisses öffnet, in dem ihr euch befandet, solange ihr an die Körpermaterie gebunden wart, und er ist zugleich der Schlüssel, der euch die Pforten zur Ewigkeit öffnet.

Dieser Planet, der durch die menschlichen Unvollkommenheiten in ein Sühnetal verwandelt wurde, war für die Seele Gefangenschaft und Verbannung.

Wahrlich, Ich sage euch, das Leben auf Erden ist eine weitere Stufe auf der Leiter des Lebens. Warum fasst ihr es nicht so auf, damit ihr alle seine Lektionen nutzt? Der Grund, warum viele ein ums andere Mal zu ihm zurückkehren müssen, ist der: Weil sie es nicht verstanden und sie aus ihrem vorhergehenden Leben keinen Nutzen zogen. (167, 23-26)

Der „Tod“ ist nur ein Sinnbild, der „Tod“ existiert nur für jene, die die Wahrheit noch nicht zu erkennen vermögen. Für sie ist der „Tod“ weiterhin ein Schreckensbild, hinter dem das Unfassbare oder das Nichts ist. Euch sage Ich: Macht eure Augen auf und begreift, dass auch ihr nicht sterben werdet. Ihr werdet euch vom Körper trennen, doch dies bedeutet nicht, dass ihr sterben werdet. Ihr habt, wie euer Meister, ewiges Leben. (213, 5)

Ihr müsst begreifen, dass ihr — mit Geist begabt — in der Schöpfung das geliebteste Werk des Vaters darstellt, weil Er in euch geistige Essenz, geistige Eigenschaften und Unsterblichkeit hineinlegte.

Für die Seele gibt es keinen Tod — einen Tod, wie ihr ihn auffasst, das heißt das Aufhören zu existieren. Der Tod des Körpers kann nicht der Tod oder das Ende für die Seele sein. Gerade dann öffnet sie die Augen für ein höheres Leben, während ihre Körperhülle dieselben in Bezug auf die Welt für immer schließt. Es ist nur ein Augenblick des Überganges auf dem Wege, der zur Vollkommenheit führt. (146, 46-47)

Jetzt fragt euch der Meister: Wo sind eure Toten, und warum weint ihr über das Verschwinden der Wesen, die ihr liebt? Wahrlich, Ich sage euch, in meinen Augen ist niemand gestorben, denn allen habe Ich ewiges Leben gegeben. Sie alle leben; jene, die ihr für verloren hieltet, sind bei Mir. Dort, wo ihr den Tod zu erblicken vermeint, ist das Leben, wo ihr das Ende seht, ist der Anfang. Wo ihr meint, dass alles Mysterium und unergründliches Geheimnis sei, ist das Licht, strahlend wie eine immerwährende Morgenröte. Wo ihr glaubt, dass das Nichts sei, ist Alles, und wo ihr das große Schweigen vermutet, ist ein „Konzert“. (164, 6)

Das Schwere ist nicht, dass der Mensch stirbt, sondern dass es seiner Seele beim Verlassen des Körpers an Licht mangelt und sie die Wahrheit nicht schauen kann. Ich will nicht den Tod des Sünders, sondern seine Umkehr. Doch wenn der Tod einmal notwendig wird — sei es, um eine Seele zu befreien oder um den Sturz eines Menschen ins Verderben aufzuhalten — dann durchschneidet meine G ttliche Gerechtigkeit den Lebensfaden jener menschlichen Existenz. (102, 50)

Scheidet von dieser Welt ohne Tränen, ohne im Herzen eurer Angehörigen Schmerz zurückzulassen. Löst euch, wenn der Augenblick gekommen ist, und lasst auf dem Antlitz eures Körpers ein Lächeln des Friedens zuruck, das von der Befreiung eurer Seele spricht.

Begreift, dass für die Liebe, für die Pflicht, für die Gefühle, mit einem Wort: für die Seele der Tod nicht existiert. (70; 17, 19)

Lebt in meinem Gesetze, dann braucht ihr den Tod nicht zu fürchten. Doch ruft oder wünscht ihn nicht vor der Zeit. Lasst ihn kommen, denn er gehorcht immer meinen Befehlen. Sorgt dafür, dass er euch vorbereitet findet, dann werdet ihr in die Geistige Welt als Kinder des Lichtes eingehen. (56, 44)

Versucht nicht, den Tod zurückzuweisen, wenn er nach meinem Willen an euch herantritt, und verlangt auch nicht nach dem Wissenschaftler, damit er für euch das Wunder vollbringt, meinen Ratschlüssen zu widerstehen und euer Dasein zu verlängern, denn beide werdet ihr diesen Fehler bitter bereuen. Bereitet euch in diesem Leben vor, und ihr werdet keinen Grund haben, euren Eintritt ins Jenseits zu fürchten. (52, 57)

Ihr müsst wissen, dass die Seele vor ihrer Erdeninkarnation eine gründliche Vorbereitung erhält, da sie im Begriffe ist, einer langen und zuweilen harten Prüfung unterworfen zu werden. Aber dank jener Vorbereitung ist sie nicht verstört, wenn sie in dieses Leben eintritt. Sie schließt ihre Augen für die Vergangenheit, um sie für ein neues Dasein zu öffnen, und so passt sie sich vom ersten Augenblicke der Welt an, auf die sie gekommen ist. Wie anders ist die Art und Weise, in der sich eure Seele vor den Schwellen des Geistigen Lebens einstellt, sobald sie ihren Körper und die Welt verlassen hat. Da ihr wirkliche Vorbereitung für die Rückkehr in ihre Heimat nicht zuteil wurde, ist sie verwirrt, beherrschen sie noch die Gefühle des Materiekörpers, und sie weiß nicht, was sie tun, noch wohin sie sich wenden soll.

Ein dichter Schleier hüllt ihr Denkvermögen ein, während sie das Licht zurückgewinnt; ein hartnäckiger Einfluss von allem, was sie zurückließ, hindert sie daran, die Schwingung ihres Geistes zu fühlen; doch während ihre Schatten sich auflösen, um sich mit ihrem wahren Wesenskern zu vereinen — wie viel Verstörtheit, wie viel Schmerz!

Gibt es jemanden, der, nachdem er diese Botschaft gehört oder gelesen hat, sie als eine nutzlose oder falsche Belehrung ablehnt? Ich sage euch, dass nur der, der sich auf einer Stufe äußersten Materialismus oder blinder Unbelehrbarkeit befindet, dies Licht zurückweisen konnte, ohne dass seine Seele davon zutiefst bewegt wird. (257, 20-22)

Ich habe euch die Erde gegeben, damit ihr sie alle gleichermaßen besitzt, damit ihr in Frieden lebt und sie als zeitweiliges Heim verwendet, in welchem ihr eure Fähigkeiten entfaltet und eure Seele vorbereitet, um zu ihrer neuen Heimstatt aufzusteigen. Ich habe euch gesagt: „Im Hause des Herrn gibt es viele Wohnungen.“ Ihr werdet sie in dem Maße kennen lernen, in dem ihr euch erhebt. Jede davon wird euch in ansteigendem Grade Mir näher bringen, und sie werden von euch, euren Werken entsprechend, erreicht werden, denn alles ist einer göttlichen Ordnung und Gerechtigkeit unterstellt. (315, 34)

Wahrlich, Ich sage euch: Damit ihr völlige Reinheit erlangt, wird eure Seele sich noch sehr läutern müssen, in dieser Welt und in der Geistigen.

Sooft es für euch notwendig ist, werdet ihr zu diesem Planeten zurückkehren müssen, und je öfter ihr die Gelegenheiten, die euer Vater euch gewährt, ungenutzt lasst, desto mehr werdet ihr euren endgültigen Eintritt in das wahre Leben verzögern und eure Verweildauer im Tal der Tränen verlängern.

Jede Seele muss in jedem Erdendasein den Fortschritt und die Früchte ihrer Entwicklung vorweisen, indem sie jedes Mal einen festen Schritt nach vorn macht.

Seid euch bewusst, dass das einzige Gute, das dem eigenen Wohl zugute kommt, jenes ist, das aus wahrer Liebe und Barmherzigkeit an anderen, und zwar selbstlos, geschieht. (159, 29-32)

Jenseits eures menschlichen Lebens existiert eine Welt von Geistern, eure Geschwister, für den Menschen unsichtbare Wesen, die untereinander kämpfen, um euch zu erobern.

Jener Kampf hat seinen Grund in der Unterschiedlichkeit der Entwicklung, in der die einen und die anderen sich befinden. Während die Wesen des Lichtes, getragen vom Ideal der Liebe, der Harmonie, des Friedens und der Vervollkommnung, den Weg der Menschheit mit Licht bestreuen, ihr immer das Gute inspirieren und ihr all das offenbaren, was zum Wohle der Menschen ist, besäen die Wesen, die noch immer am Materialismus der Erde festhalten, die sich nicht von ihrer Selbstsucht und ihrer Liebe zur Welt zu lösen vermochten oder die auf unbestimmte Zeit menschliche Süchte und Neigungen nähren, den Weg der Menschen mit Verwirrungen, indem sie den Verstand verdunkeln, die Herzen blind machen, den Willen versklaven, um sich der Menschen zu bedienen und sie zu Werkzeugen ihrer Pläne zu machen, oder um sie zu gebrauchen, als ob sie ihre eigenen Körper wären.

Während die Geistige Welt des Lichtes die Seele der Menschen zu gewinnen sucht, um ihr eine Bresche zur Ewigkeit hin zu öffnen; während jene gesegneten Heerscharen sich unablässig abmühen, an Liebe zunehmen, zu Krankenpflegern am Schmerzenslager werden, zu Ratgebern an der Seite des Menschen, der die Last einer großen Verantwortung trägt, zu Beratern der Jugend, zu Beschützern der Kinder, zu Gefährten derer werden, die vergessen und allein leben, wirken die Legionen von Wesen ohne das Licht der geistigen Weisheit und ohne das erhebende Gefühl der Liebe gleichfalls unablässig unter den Menschen. Aber ihr Ziel ist es nicht, euch den Weg zum Geistigen Reich zu erleichtern — nein; die Absicht dieser Wesen ist völlig entgegengesetzt, ihr Bestreben ist es, die Welt zu beherrschen, weiterhin die Herren derselben zu sein, sich auf der Erde zu verewigen, die Menschen zu beherrschen und sie zu Sklaven und Werkzeugen ihres Willens zu machen — mit einem Wort: sich nicht das wegnehmen zu lassen, was sie immer als das Ihre betrachteten: die Welt.

Also, Jünger: Unter den einen und den anderen Wesen wogt ein heftiger Kampf — ein Kampf, den eure körperlichen Augen nicht sehen, dessen Widerspiegelungen sich jedoch Tag für Tag in eurer Welt fühlbar machen.

Damit der Mensch sich verteidigen und von den schlechten Einflüssen befreien kann, benötigt er Kenntnis von der Wahrheit, die ihn umgibt, muss er lernen, mit dem Geiste zu beten, und muss auch wissen, mit welchen Fähigkeiten sein Wesen ausgestattet ist, um sie in dieser großen Schlacht des Guten gegen das Böse, des Lichtes gegen die Finsternis, der Vergeistigung gegen den Materialismus als Waffen gebrauchen zu können. (321, 53-57)

Jünger, erwachet und erkennet die Zeit, in der ihr lebt. Ich sage euch: Ebenso, wie niemand meine Gerechtigkeit aufzuhalten vermag, ebenso wenig kann jemand die Tore zum Jenseits verschließen, die euch meine Barmherzigkeit aufgetan hat. Niemand wird verhindern können, dass von jenen Welten Botschaften des Lichtes, der Hoffnung und der Weisheit zu den Menschen gelangen. (60, 82)

Ich habe euch erlaubt, für kurze Zeit mit den Wesen des Jenseits in Verbindung zu treten, was Ich in der „Zweiten Zeit“ nicht billigte, weil ihr damals nicht darauf vorbereitet wart — weder sie noch ihr. Diese Tür ist in dieser Zeit von Mir geöffnet worden, und damit mache Ich die Ankündigungen meiner Propheten und einiger meiner Verheißungen wahr. (146, 15)

Ihr seid erstaunt darüber, dass ein Geistwesen sich kundgibt oder mit euch in Verbindung tritt, ohne daran zu denken, dass auch ihr euch zum Ausdruck bringt und euch sogar in anderen Welten, in anderen Sphären kundgebt. Euer „Fleisch“ ist sich nicht bewusst, dass eure Seele sich in den Augenblicken des Gebets mit Mir verbindet, es vermag die Annäherung an euren Herrn mittels dieser Gabe nicht wahrzunehmen — nicht allein an meinen Geist, sondern auch an den eurer geistigen Geschwister, deren ihr in den Augenblicken des Gebetes gedenkt.

Ebenso wenig seid ihr euch bewusst, dass die Seele sich in euren Ruhestunden, wenn der Körper schläft, je nach ihrer Entwicklungshöhe und ihrer Vergeistigung von ihrem Körper löst und an entfernten Orten erscheint, selbst in Geistigen Welten, die euer Verstand sich nicht einmal vorstellen kann. (148, 75-77)

Wie oft haben die Apostel, die Propheten und die Sendboten des Herrn unter dem Einfluss geistiger Lichtwesen zur Welt gesprochen, ohne dass die Menschheit sich dessen bewusst wurde, und wie oft hat jeder von euch unter dem Willen geistiger Wesenheiten gehandelt und gesprochen, ohne dass ihr es wahrgenommen habt! Und eben dies, was schon immer geschehen ist, habe Ich euch jetzt bestätigt. (163, 25)

Wenn euch nur die Neugier veranlassen sollte, die Verbindung mit dem Jenseits anzustreben, werdet ihr die Wahrheit nicht finden; wenn euch das Verlangen nach Größe oder die Eitelkeit dazu bringen sollte, werdet ihr keine wahre Kundgabe erhalten. Wenn die Versuchung euer Herz mit falschen Zielen oder eigensüchtigen Interessen betören sollte, werdet ihr gleichfalls nicht die Verbindung mit dem Lichte meines Heiligen Geistes erhalten. Nur eure Ehrfurcht, euer reines Gebet, eure Liebe, eure Barmherzigkeit, eure seelische Erhebung werden das Wunder bewirken, dass eure Seele ihre Flügel ausbreitet, die Räume durchquert und zu den geistigen Heimstätten gelangt, soweit es mein Wille ist.

Viele von euch sind mit jenen Wesen mit Hilfe meiner „Arbeiter“ in Verbindung getreten. Aber wahrlich, Ich sage euch, dies ist nicht die vollkommene Art der Kontaktaufnahme, und die Zeit rückt näher, in der die inkarnierten und die entkörperten Seelen sich untereinander von Geist zu Geiste werden verständigen können, ohne noch irgendein materielles oder menschliches Mittel zu verwenden, nämlich durch Inspiration, durch die Gabe der seelischen Feinfühligkeit, der Offenbarung oder des Ahnungsvermögens. Die Augen eures Geistes werden die Gegenwart des Jenseits wahrnehmen können, danach wird euer Herz die Lebensäußerungen der Wesen nachfühlen, die das Geistige Reich bevölkern, und dann wird der Jubel eures Geistes sowie eure Erkenntnis und die Liebe zum Vater gros sein.

Dann werdet ihr wissen, was das Leben eurer Seele ist, wer sie ist und wer sie war, indem ihr euch selbst erkennt, ohne euch in so engen Grenzen zu sehen wie jenen, die euren Körpern entsprechen. Denn der Vater sagt euch: Auch wenn eure Körpermaterie tatsächlich klein ist — wie ähnlich ist euer Geist meinem Göttlichen Geiste! (244; 21, 23-24)

Seht hier die Fortsetzung meines Werkes, mein Kommen in der „Dritten Zeit“ als Tröstergeist, umgeben von meinen großen Engelsscharen, wie es geschrieben steht. Diese Geistwesen in meinem Gefolge stellen einen Teil jenes Trostes dar, den Ich euch verheißen habe, und in ihren heilsamen Ratschlägen und Beispielen von Tugend habt ihr bereits Beweise ihrer Barmherzigkeit und ihres Friedens empfangen. Durch sie habe Ich euch Wohltaten gewährt, und sie sind Vermittler zwischen euch und meinem Geiste gewesen.

Seid gesegnet, wenn ihr ihre Hochherzigkeit erkannt habt. Aber der Meister sagt euch: Meint ihr, dass sie schon immer tugendsame Wesen waren? Wisst ihr nicht, dass eine große Zahl von ihnen die Erde bewohnt hat und Schwachheit und schwere Verfehlungen kennen lernte? Doch seht sie nun an: Sie haben keinerlei Makel mehr an sich, und zwar deshalb, weil sie auf die Stimme des Gewissens hörten, zur Liebe erwachten und ihre früheren Verfehlungen bereuten. In jenem Schmelztiegel haben sie sich geläutert, um sich würdig empor zu schwingen, und heute dienen sie Mir, indem sie der Menschheit dienen. (354, 14-15)

Arbeitet an euch, wartet nicht, bis der Tod euch unvorbereitet überrascht. Was habt ihr für den Zeitpunkt vorbereitet, da ihr zum Geistigen Leben zurückkehrt? Wollt ihr überrascht werden, während ihr noch mit Ketten an die Materie, an die Leidenschaften und die irdischen Besitztümer gebunden seid? Wollt ihr mit geschlossenen Augen in das Jenseits eingehen, ohne den Weg zu finden, und dabei die Müdigkeit dieses Lebens in die Seele geprägt mitnehmen? Bereitet euch zu, Jünger, dann werdet ihr das Kommen des körperlichen Todes nicht fürchten.

Seufzt nicht, weil ihr dies Erdental verlassen müsst, denn auch wenn ihr erkennt, dass in ihm Wunder und Herrlichkeiten existieren, sage Ich euch in Wahrheit, dass diese nur ein Abglanz der Schönheiten des Geistigen Lebens sind. (70, 14-15)

Wie glücklich wird sich eure Seele im Jenseits fühlen, wenn ihr Gewissen ihr sagt, dass sie auf Erden den Samen der Liebe säte! Die ganze Vergangenheit wird vor euren Augen erscheinen, und jeder Anblick von dem, was eure Werke waren, wird euch eine unendliche Wonne bereiten.

Diese Himmlische Lehre, die Ich euch heute bringe, offenbart euch viele Schönheiten und bereitet euch vor, damit, wenn ihr dereinst im Geiste vor die Gerechtigkeit des Ewigen tretet, ihr der wunderbaren Wirklichkeit standzuhalten vermögt, die euch von diesem Augenblicke an umgeben wird. (85; 63, 66)

Empfangt mein Licht, damit es euren Lebensweg erhellt und ihr euch in der Stunde des Todes von der Bewusstseinstrübung freimacht. Dann werdet ihr im Augenblick, da ihr die Schwellen des Jenseits  überschreitet, wissen, wer ihr seid, wer ihr gewesen seid und wer ihr sein werdet. (100, 60)

Wahrend eure Körper in die Erde hinabgesenkt werden, in deren Schoße sie sich mit ihr vermengen, um sie fruchtbar zu machen — denn noch nach dem Tode werden sie weiterhin Kraft und Leben sein — wird euer Geist, der über eurem Wesen steht, nicht in der Erde bleiben, sondern er wird mit der Seele ziehen, um sich ihr als ein Buch zu zeigen, dessen tiefe und weise Lehren von der Seele studiert werden. Da werden sich eure seelischen Augen für die Wahrheit öffnen, und in einem Augenblicke werdet ihr das zu deuten wissen, was ihr in einem ganzen Leben nicht zu begreifen vermochtet. Dort werdet ihr verstehen, was es bedeutet, ein Kind Gottes und ein Bruder eurer Nächsten zu sein. Dort werdet ihr den Wert all dessen begreifen, was ihr besessen habt, werdet das Bedauern und die Reue wegen der begangenen Fehler, der verlorenen Zeit empfinden, und die schönsten Vorsätze zur Besserung und Wiedergutmachung werden in euch geboren werden. (62, 5)

Dort, in jenem kurzen Augenblicke der Erleuchtung vor dem Gewissen, empfangen viele ihre Belohnung; aber viele sehen auch ihre Größe entschwinden.

Strebt schon jetzt alle dem gleichen Ziele zu, wobei ihr euer Seelenleben versöhnt und harmonisiert. Niemand soll meinen, dass er auf einem besseren Wege geht als sein Bruder, noch denken, dass er auf einer höheren Stufe steht als die anderen. Ich sage euch, in der Todesstunde wird es meine Stimme sein, die euch die Wahrheit über eure Entwicklungshöhe sagt. (299; 41, 40)

Wenn eure Seele sich der menschlichen Hülle entledigt und sie sich im Heiligtum des Geistigen Lebens in ihr eigenes Innerstes zurückzieht, um ihre Vergangenheit und ihre Ernte einer Prüfung zu unterziehen, werden ihr viele ihrer Werke, die ihr hier auf der Welt vollkommen erschienen waren und würdig, dem Herrn vor Augen geführt zu werden und einer Belohnung wert, in den Augenblicken jener Selbstbetrachtung als armselig erscheinen. Die Seele wird begreifen, dass der Sinn vieler Taten, die ihr auf der Welt als gut erschienen, nur der Ausdruck von Eitelkeit, von falscher Liebe, von Wohltätigkeit war, die nicht von Herzen kam.

Wer, glaubt ihr, hat der Seele die Erleuchtung eines vollkommenen Richters gegeben, um sich selbst zu richten? Der Geist, der in jener Stunde der Gerechtigkeit auf euch den Eindruck machen wird, in nie zuvor gesehener Klarheit zu erstrahlen — und er wird es sein, der einem jeden sagt, was das Gute, das Gerechte, das Richtige, das Wahre gewesen ist, das er auf Erden tat, und was das Böse, das Falsche und das Unreine war, das er auf seinem Wege säte.

Das Heiligtum, von dem Ich eben zu euch sprach, ist das des Geistes — jener Tempel, den niemand entweihen kann, jener Tempel, in welchem Gott wohnt und aus dem seine Stimme ertönt und das Licht hervorbricht. Auf der Welt wart ihr nie bereit, in jenes innere Heiligtum einzutreten, weil eure menschliche Persönlichkeit immer auf Mittel und Wege bedacht ist, der weisen Stimme auszuweichen, die in jedem Menschen spricht. Ich sage euch: Wenn eure Seele sich ihrer Hülle entledigt, wird sie schließlich vor der Schwelle jenes Heiligtums innehalten und sich sammeln, um es zu betreten und vor jenem Altar der Seele niederzuknien, sich selbst zu hören, ihre Werke in jenem Lichte zu prüfen, welches das Gewissen ist, in sich die Stimme Gottes als Vater, als Meister und als Richter sprechen zu hören.

Kein Sterblicher kann sich jenen Augenblick in seiner ganzen Feierlichkeit vorstellen, den ihr alle durchleben müsst, um das zu erkennen, was ihr an Gutem in euch habt, um es zu bewahren, und auch das, was ihr von euch weisen müsst, weil ihr es nicht länger in der Seele festhalten dürft.

Wenn die Seele dann fühlt, dass sie mit ihrem Gewissen konfrontiert ist und dieses sich mit der Klarheit der Wahrheit in Erinnerung bringt, fühlt sich jenes Wesen zu schwach, um sich selbst anzuhören, es wollte, es hätte nie existiert; denn in einem Augenblicke zieht an seinem Bewusstsein sein ganzes Leben vorbei — jenes, das es hinter sich lies, das es besaß und das sein eigen war und von dem es nun schließlich Rechenschaft ablegen muss.

Jünger, Menschen, bereitet euch schon in diesem Leben auf jenen Augenblick vor, damit ihr jenen Tempel nicht in ein Tribunal verwandelt, wenn eure Seele vor der Schwelle des Tempels des Geistes erscheint; denn der seelische Schmerz wird dann so groß sein, dass es keinen körperlichen Schmerz gibt, der damit zu vergleichen wäre. (334, 5-11)

Zu jeder Stunde ruft euch meine Stimme auf den guten Weg, auf dem der Friede ist; aber euer taubes Gehör hat nur einen Augenblick der Empfindsamkeit für jene Stimme, und dieser Augenblick ist der letzte eures Lebens, wenn der Todeskampf euch die Nähe des körperlichen Todes ankündigt. Dann wolltet ihr gerne das Leben neu beginnen, um Fehler wiedergutzumachen, um eure Seele angesichts des Urteilsspruches eures Gewissens zu beruhigen und dem Herrn etwas Wertvolles und Verdienstvolles darzubringen. (64, 60)

Für alles müsst ihr euch verantworten, und je nachdem, wie eure schlechten Werke beschaffen sind, werdet ihr nachdrücklichste Gerichte durch euch selbst empfangen. Denn Ich richte euch nicht, dies ist falsch. Euer eigener Geist in seinem Zustand der Klarheit ist es, der euer furchtbarer Ankläger und schrecklicher Richter ist. Ich dagegen verteidige euch gegen die wilden Anklagen, spreche euch frei und erlöse euch, denn Ich bin die Liebe, die läutert und vergibt. (32, 65)

Bedenkt, dass ihr sehr bald im Geistigen sein werdet und dass ihr das, was ihr auf dieser Erde gesät habt, auch ernten müsst. Der Schritt von diesem Leben in das andere bleibt weiterhin ein ernstes und strenges Gericht für die Seele. Niemand entgeht diesem Gericht, auch wenn er sich für den würdigsten meiner Diener hält. (99, 49)

Jede gute Tat findet ihre Belohnung, die nicht auf der Erde empfangen wird, sondern im Jenseits. Aber wie viele möchten von dieser Seligkeit schon hier auf Erden genießen, ohne zu wissen, dass der, welcher nichts für sein Geistiges Leben tut, beim Eintritt in dasselbe ohne Verdienste dastehen und seine Reue dann gros sein wird. (1, 21)

Wen es nach Ehrungen und Lobpreisungen der Welt verlangt, mag sie hier bekommen; aber sie werden von kurzer Dauer sein und ihm am Tage seines Eintritts in die Geistige Welt nichts nutzen. Wer auf Geld aus ist, mag hier seinen Lohn erhalten, denn es war das, wonach er strebte. Doch wenn die Stunde gekommen ist, in der er alles hier zurücklassen muss, um sich im Jenseits einzustellen, wird er nicht das geringste Recht haben, irgendeine Belohnung für seine Seele zu beanspruchen, auch wenn er meint, vieles zugunsten der Wohltätigkeit getan zu haben. Im Gegensatz dazu wird der, der immer Schmeicheleien und Begünstigungen abgelehnt hat, der seine Mitmenschen reinen Herzens und uneigennützig geliebt und jede materielle Belohnung zurückgewiesen hat, der damit beschäftigt war, das Gute zu äaen, und dem es Freude machte, Liebeswerke zu vollbringen — dieser wird nicht an Belohnungen denken, denn er wird nicht für die eigene Befriedigung leben, sondern für die seiner Nächsten. Wie groß wird sein Friede und seine Seligkeit sein, wenn er dann im Schoße seines Herrn ist! (253, 14)

Wenn die Seele irgendeines großen Sünders sich von diesem materiellen Leben löst, um in das „Geistige Tal“ einzugehen, ist sie erstaunt, festzustellen, dass die Hölle, wie sie sich diese vorstellte, nicht existiert und dass das Feuer, von dem man ihr in vergangenen Zeiten erzählte, nichts anderes als die geistige Auswirkung ihrer Werke ist, wenn sie dem unerbittlichen Richter gegenübersteht, welcher ihr Gewissen ist.

Dieses jenseitige Gericht, diese Helligkeit, die inmitten der Finsternis anbricht, die jenen Sünder umgibt, brennt stärker als das heißeste Feuer, das ihr euch vorstellen könnt. Doch es ist keine Marter, die im voraus als eine Strafe für den, der Mich verletzt hat, vorbereitet wurde, nein, diese Qual entspringt der Erkenntnis der begangenen Verfehlungen, dem Leid, Den verletzt zu haben, der ihm das Dasein schenkte, einen schlechten Gebrauch von der Zeit und all den Gütern gemacht zu haben, die er von seinem Herrn empfing.

Glaubt ihr, dass Ich den strafen sollte, der Mich durch seine Sünden verletzte, wenn Ich doch weiß, dass die Sünde denjenigen mehr verletzt, der sie begeht? Seht ihr nicht, dass der Sünder selbst es ist, der sich Böses antut, und dass Ich mit seiner Bestrafung nicht das Unglück vermehren will, das er sich bereitet hat? Ich lasse nur zu, dass er sich selbst erblickt, dass er die unerbittliche Stimme seines Gewissens hört, dass er sich selbst befragt und sich selbst antwortet, dass er das geistige Gedächtnis zurückgewinnt, das er durch die Materie verloren hatte, und er sich an seinen Ursprung, seine Bestimmung und seine Gelöbnisse erinnert; und dort, in diesem Gericht, muss er die Wirkung des „Feuers“ erfahren, das sein Böses ausmerzt, das ihn von neuem wie das Gold im Schmelztiegel schmilzt, um von ihm das Schädliche, das Unnütze und alles, was nicht geistig ist, zu entfernen.

Dieser Augenblick der Ruhe, des Stillewerdens und der Klarheit kommt nicht zu allen Seelen zur gleichen Zeit. Manche treten schnell in jene Prüfung ihrer selbst ein, und damit ersparen sie sich viele Leiden. Denn sobald sie zur Wirklichkeit erwachen und ihre Irrtümer erkennen, machen sie sich bereit und gehen daran, ihre bösen Werke bis zum letzten zu sühnen. Andere, die verblendet sind — sei es durch das Laster, durch irgendeinen Groll, oder weil sie ein Leben der Sünden geführt haben — brauchen lange, bis sie aus ihrer Verblendung herausfinden. Wieder andere, die unzufrieden sind, weil sie meinen, dass sie zu früh von der Erde weggerafft wurden, als ihnen noch alles zulächelte, fluchen und lästern, womit sie die Möglichkeit verzögern, sich aus ihrer Verstörtheit zu befreien; und wie diese gibt es eine große Zahl von Fallen, die nur meiner Weisheit bekannt sind. (36; 47-49, 51)

Gewissensbisse und Qualen, die vom Mangel an Wissen herrühren — Leiden, weil die Vergeistigung fehlt, um sich an jenem Leben zu erfreuen, dieses und noch mehr ist in der Sühne der Seelen enthalten, die befleckt oder ohne Vorbereitung zu den Schwellen des Geistigen Lebens gelangen. (36, 56)

Welche Bestürzung fühlt die Seele des Wissenschaftlers, wenn sie diese Welt verlässt und schließlich der göttlichen Wahrheit gegenübersteht! Dort senkt sie schamerfüllt ihr Angesicht und bittet darum, dass ihr ihr Hochmut vergeben werde. Sie glaubte alles zu wissen und zu können, leugnete, dass etwas existiere, was jenseits ihres Wissens oder ihres Begreifens liege. Aber nun, da sie vor dem Buch des Lebens steht, vor dem unendlichen Werk des Schöpfers, muss sie ihre Armseligkeit erkennen und sich in Demut hüllen vor Dem, der absolute Weisheit ist. (283, 49)

Betet für die, die von euch scheiden und zum Jenseits aufbrechen, denn nicht allen gelingt es, den Weg zu finden, nicht alle sind imstande, sich seelisch emporzuschwingen, noch erreichen alle in kurzer Zeit den Frieden.

Manche leben im Geistigen unter der Wahnvorstellung des materiellen Lebens; manche leiden unter heftigen Reuegefühlen; andere sind gefühllos, zusammen mit ihren Körpern unter der Erde begraben, und wieder andere können sich nicht von ihren Angehörigen trennen, von denen, die auf der Welt zurückblieben, weil das Klagen, die Selbstsucht und die menschliche Unwissenheit sie zurückhalten, sie an die Materie binden und des Friedens, des Lichtes und des Vorankommens berauben. (106, 35-36)

Es wird für eure Seele sehr wohltuend sein, bei eurer Ankunft im Geistigen Reich von ihnen empfangen zu werden und für die Barmherzigkeit, die ihr ihnen erwieset, Zeichen der Dankbarkeit zu erhalten. Groß wird eure Freude sein, wenn ihr sie dann von Licht durchdrungen seht. Aber wie leidvoll würde es sein, wenn ihr jener Legion von Wesen begegnet, die durch Verwirrtheit verfinstert sind, und zu wissen, dass sie von eurer Seite eine Liebestat erwarteten und ihr sie ihnen nicht zukommen ließet. (287, 58)

Ich will, dass ihr gläubige Menschen seid, dass ihr an das Geistige Leben glaubt. Wenn ihr eure Geschwister ins Jenseits habt aufbrechen sehen, so haltet sie nicht für fern von euch und denkt auch nicht, dass ihr sie für immer verloren habt. Wenn ihr euch mit ihnen wieder vereinen wollt, so arbeitet, erwerbt euch Verdienste, und wenn ihr dann ins Jenseits kommt, werdet ihr sie dort auf euch wartend finden, um euch zu lehren, im Geistigen Reich zu leben. (9, 20)

Wer hat noch nicht Beunruhigung empfunden angesichts des Lebens im Jenseits? Wer von denen, die einen Angehörigen auf dieser Welt verloren haben, hat nicht die Sehnsucht gefühlt, ihn noch einmal zu sehen oder wenigstens zu wissen, wo er sich befindet? All dies werdet ihr erfahren, ihr werdet sie wiedersehen. Doch erwerbt jetzt Verdienste, damit, wenn ihr diese Erde verlasst und im Geistigen Reich fragt, wo sich jene aufhalten, die ihr zu finden hofft, man euch nicht sagt, dass ihr sie nicht sehen könnt, weil sie sich auf einer höheren Stufe befinden. Vergesst nicht, dass Ich euch schon vor langer Zeit gesagt habe, dass es im Hause des Vaters viele Wohnungen gibt. (61, 31)

Erinnert euch, dass Ich euch sagte: „Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ Und in dieser Zeit größerer Entwicklung, in der ihr meine Unterweisungen besser versteht, will Ich euch sagen: „Im Hause des Vaters gibt es eine unendliche Zahl von Wohnungen.“ Meint also nicht, dass ihr beim Scheiden von dieser Welt bereits die größte geistige Höhe erreicht habt. Nein, Jünger. Wenn euer Aufenthalt auf diesem Planeten endet, werde Ich euch zu neuen Heimstätten führen, und so werde Ich euch immerdar auf der unendlichen Stufenleiter eurer Vervollkommnung leiten. Vertraut auf Mich, liebt Mich, und ihr werdet gerettet sein. (317, 30)

Ich sage euch, dass nicht einmal die Seelen, die auf höheren Ebenen leben als jener, auf der ihr euch befindet, die Wirklichkeit jenes Lebens kennen. Wisst ihr, was es bedeutet, „im Schoße des Vaters“ zu leben? Wenn ihr einmal dort lebt, dann erst könnt ihr es wissen. Nur ein unbestimmtes Vorgefühl, eine schwache Ahnung jenes Mysteriums streift flüchtig euer Herz als Ansporn auf eurem Entwicklungswege. (76, 29)

Unter so vielen Wohnungen, wie sie das Haus des Vaters besitzt, gibt es nicht eine einzige Welt der Finsternis, in allen ist sein Licht; doch wenn die Seelen sie mit einer Binde vor den Augen betreten aufgrund ihrer Unwissenheit — wie können sie dann jene Herrlichkeit schauen? (82, 12)

Sieben seelische Entwicklungsabschnitte muss eure Seele zurücklegen, um ihre Vollkommenheit zu erreichen. Heute, da ihr noch auf Erden lebt, wisst ihr nicht, auf welcher Stufe der Himmelsleiter ihr euch befindet. (133, 59)

Dies ist die „Dritte Zeit“, in der eure Seele schon auf Erden damit beginnen kann, von sehr hohen Lebensebenen und sehr großen Erkenntnissen zu träumen. Denn wer von dieser Welt scheidet und in seiner Seele bereits die Erkenntnis dessen mitnimmt, was er vorfinden wird, und die Entfaltung seiner Geistesgaben, der wird viele Welten durchqueren, ohne in ihnen zu verweilen, bis er zu jener gelangt, auf der zu wohnen ihm aufgrund seiner Verdienste zukommt. Er wird sich völlig seines geistigen Zustandes bewusst sein, wird seine Aufgabe durchzuführen verstehen, wo immer er sich auch befindet. Er wird die Sprache der Liebe, der Harmonie und der Gerechtigkeit verstehen und wird sich mit der Klarheit der geistigen Sprache, welche der Gedanke ist, mitzuteilen vermögen. Es wird für ihn keine Klippen, Verstörtheit noch Tränen geben, und er wird immer mehr die unermessliche Wonne erfahren, sich den Heimstätten zu nähern, die ihm gehören, weil sie ihm als ewiges Erbe zukommen. (294, 55)

Die Menschen haben sich die Hölle als einen Ort ewiger Qual vorgestellt, wohin ihrer Meinung nach all jene kommen, die gegen meine Gebote verstoßen haben. Und so, wie sie für die schweren Vergehen diese Hölle schufen, so stellten sie sich für die geringeren Vergehen einen anderen Ort vor und ebenso einen weiteren für jene, welche weder Gutes noch Böses getan haben.

Wer sagt, dass man sich im Jenseits weder freut noch leidet, spricht nicht die Wahrheit; niemand ist ohne Leiden, noch bar jeder Freude. Die Leiden und Freuden werden immer gemischt sein, solange die Seele nicht den höchsten Frieden erreicht.

Hört, meine Kinder: Die Hölle ist in Inkarnierten und nicht mehr Inkarnierten, in Bewohnern dieser Welt und des Geistigen Tales. Die Hölle ist das Sinnbild für die schweren Leiden, die furchtbaren Gewissensbisse, die Verzweiflung, den Schmerz und die Bitternis derer, die schwer gesündigt haben. Doch von diesen Folgen werden sie sich freimachen durch die Entwicklung ihrer Seelen hin zur Liebe.

Befragt euer Gewissen, dann werdet ihr wissen, ob ihr in der Hölle lebt, ob ihr eure Vergehen sühnt oder ob ihr vom Frieden des Himmels durchdrungen seid.

Was die Menschen Himmel oder Hölle nennen, sind keine bestimmten Orte, es ist der Wesensinhalt eurer Werke, den euer Geist erntet, wenn er das Geistige Reich erreicht. Jeder erlebt seine Hölle, bewohnt seine Welt der Sühne oder genießt die Seligkeit, welche die Erhebung und die Harmonie mit dem Göttlichen Geiste schenkt. (11; 51-53, 55-56)

So, wie der Mensch sich auf Erden eine Welt geistigen Friedens, ähnlich dem Frieden meines Reiches, schaffen kann, kann er durch seine Verderbtheit auch ein Dasein führen, das wie eine Hölle von Lastern, Schlechtigkeiten und Gewissensbissen ist.

Auch im Jenseits kann der Geist Welten der Finsternis, der Verderbtheit, des Hasses und der Rache antreffen, je nach der Neigung der Seele, ihrer Verirrung und ihren Leidenschaften. Doch wahrlich, Ich sage euch, sowohl der Himmel als auch die Hölle, von denen sich die Menschen nur mittels irdischer Formen und Bilder eine Vorstellung machen, sind nichts anderes als verschiedene Entwicklungsstadien der Seele: die eine aufgrund ihrer Tugend und Entwicklung auf dem Gipfel der Vollkommenheit, die andere im Abgrund ihrer Finsternis, ihrer Laster und ihrer Verblendung.

Glaubt ihr, dass Ich, euer Vater, Orte geschaffen habe, die eigens dazu bestimmt sind, euch zu strafen und Mich so auf ewig für eure Beleidigungen zu rächen?

Wie beschränkt sind die Menschen, die diese Theorien lehren! (52; 31-32, 34-35)

Wie entstellt und unvollkommen ist dieser Gott in der Gestalt, in der so viele Ihn sich vorstellen! Wie ungerecht, monströs und grausam! Wenn man alle Sünden und Verbrechen, die die Menschen begangen haben, vereint, so kann dies nicht mit der Abscheulichkeit verglichen werden, welche die Höllenstrafe für alle Ewigkeit bedeuten würde, zu der — ihrer Meinung nach — Gott die Kinder verdammt, die sündigen. Habe Ich euch nicht dargelegt, dass die höchste Eigenschaft Gottes die Liebe ist? Meint ihr dann nicht, dass eine ewige Qual die absolute Verneinung der göttlichen Eigenschaft ewiger Liebe wäre? (164, 34)

Mein Wort kommt nicht herab, um irgendeine Glaubensüberzeugung anzugreifen. Wenn jemand dies denkt, irrt er sich sehr. Mein Wort wird den Inhalt all dessen erklären, was nicht richtig ausgelegt worden ist und was daher Irrtümer erzeugt hat, die unter der Menschheit von Generation zu Generation weitergegeben wurden. (352, 47)

Ich habe euch in dieser Zeit gesagt: Hegt nicht die Vorstellung, die unter den Menschen über die Hölle existiert, denn auf dieser Welt gibt es keine größere Hölle als das Leben, das ihr mit euren Kriegen und Feindschaften geschaffen habt, und im Jenseits gibt es kein anderes Feuer als die Gewissensqualen der Seele, wenn das Gewissen ihr ihre Verfehlungen vor Augen fuhrt.(182, 45)

Solange jene, die in ihrem religiösen Fanatismus im Jenseits nur die Strafe der Hölle erwarten, an dieser Meinung festhalten, werden sie sich selbst ihre Hölle schaffen, weil die Verwirrung der Seele ähnlich jener des menschlichen Verstandes ist, wenn auch viel stärker. (227, 71)

Erzittert nicht angesichts dieser Offenbarungen; im Gegenteil, freut euch bei dem Gedanken, dass dies Wort die Vorstellung zerstören wird, die ihr von einer ewigen Strafe hattet, und alle Auslegungen, die euch in den vergangenen Zeiten vom ewigen Feuer gegeben wurden. Das „Feuer“ ist das Sinnbild des Schmerzes, der Selbstanklagen und der Reue, die die Seele martern und sie läutern werden, wie sich das Gold im Schmelztiegel läutert. In diesem Schmerz ist mein Wille, und in meinem Willen ist meine Liebe zu euch. (352, 44)

Das Jüngste Gericht, wie es die Menschheit gedeutet hat, ist ein Irrtum. Mein Gericht ist nicht eines von einer Stunde oder einem Tag. Schon seit geraumer Zeit lastet es auf euch. Doch wahrlich, ich sage euch, die toten Körper sind dazu bestimmt und folgten ihrer Bestimmung, sich mit dem ihnen entsprechenden Naturreich zu verschmelzen; denn was von der Erde ist, soll zur Erde zurückkehren, ebenso wie das Geistige nach seiner Heimat streben soll, welche mein Schoß ist.

Im „Geistigen Tale“ gibt es viele verwirrte und verstörte Wesen. Bringt ihnen meine Botschaft und mein Licht, wenn ihr es einst betretet.

Schon jetzt könnt ihr diese Form der Barmherzigkeit ausüben durch das Gebet, durch das ihr mit ihnen in Verbindung treten könnt. Eure Stimme wird dort ertönen, wo sie wohnen, und sie aus ihrem tiefen Schlaf erwecken. Sie werden weinen und sich mit ihren Reuetränen reinigen. In jenem Augenblicke werden sie einen Lichtstrahl empfangen haben, denn dann werden sie ihre vergangenen Eitelkeiten, ihre Irrtümer, ihre Sünden begreifen. (240, 41-43)

Die geistige Ruhe, wie sie eure irdische Natur versteht und auffasst, gibt es nicht. Die Erholung, die die Seele erwartet, ist Aktivität, ist die Vervielfachung im Tun des Guten, ist das Nutzen eines jeden Augenblickes. Dann erholt sich die Seele, entledigt sie sich von Selbstvorwürfen und Leiden, erquickt sich, indem sie Gutes tut, erholt sich, indem sie ihren Schöpfer und ihre Geschwister liebt.

Die Seele, die von der Erde zum Geistigen Reich zurückkehrt, in sich selbst die Müdigkeit des Fleisches eingeprägt mitbringt und das Jenseits als ein Ruhelager sucht, um zu ruhen, um zu vergessen, um die Spuren des Lebenskampfes auszulöschen — diese wird sich als das unglücklichste Wesen fühlen und weder Frieden noch Seligkeit finden, bis sie aus ihrer Lethargie erwacht, ihren Irrtum einsieht und sich zum Geistigen Leben erhebt, das so ist, wie Ich es euch eben gesagt habe — Liebe, Tätigkeit, unablässiger Kampf auf dem Pfade, der zur Vollkommenheit fuhrt. (317; 12, 14)

Die Menschheit von heute, so gros an Zahl sie in euren Augen auch ist, ist sehr klein im Vergleich mit der Welt der Geistwesen, die sie umgeben. Mit welcher Macht dringen jene Legionen auf die Wege der Menschen ein; doch diese nehmen jene Welt, die sie umwogt, nicht wahr, fühlen und hören sie nicht. (339, 29)

Die Legionen von Seelen, die ziellos auf der Welt umherirren und auf verschiedene Weise an die Herzenstüren der Menschen pochen, sind oftmals Stimmen, die euch sagen wollen, dass ihr erwachen sollt, dass ihr eure Augen für die Wirklichkeit öffnen sollt, dass ihr eure Fehler bereuen und euch erneuern sollt, damit ihr später, wenn ihr euren Körper im Schoße der Erde zurücklasst, nicht wie sie eure Einsamkeit, eure Unwissenheit und euren Materialismus beweinen müsst. Erkennet hierin, wie selbst der Finsternis Licht entspringt, denn kein Blatt vom Baume bewegt sich ohne meinen Willen; ebenso werden jene geistigen Kundgebungen, die von Tag zu Tag mehr werden, die Menschen schließlich derart überschwemmen, dass sie am Ende die Skepsis der Menschheit besiegen werden. (87, 65)

Tausende unsichtbare Augen blicken auf euch; die einen, um euch auf eurem Wege aufzulauern und zu Fall zu bringen, die anderen, um euch zu beschützen. (138, 27)

Die großen Legionen verwirrter Seelen führen Krieg mit den Menschen, wobei sie deren Unwissenheit, Stumpfheit und Mangel an geistigem Schauen ausnutzen; und die Menschen haben ihre Waffen der Liebe nicht zugerüstet, um sich vor ihren Angriffen zu schützen, weshalb sie bei diesem Kampfe wie schutzlose Wesen erscheinen.

Es war notwendig, dass meine geistige Lehre zu euch kam, um euch zu lehren, wie ihr euch vorbereiten müsst, um bei diesem Gefecht siegreich zu bestehen.

Von jener unsichtbaren Welt, die in eurer eigenen Welt webt und lebt, gehen Einflüsse aus, welche die Menschen heimsuchen — sei es in ihrem Verstande, in ihren Gefühlen oder in ihrem Willen — und sie zu ergebenen Dienern, zu Sklaven, zu Werkzeugen, zu Opfern machen. Überall erscheinen geistige Kundgaben, und dennoch wollen die Weltmenschen weiterhin nicht wahrnehmen, was ihren Geist umgibt. (152; 22-24)

Wie viel Zwietracht, wie viel Verwirrung und Schmerz hat der Mensch auf sich gehäuft. Das Fehlen von Gebet, Moral und Geistigkeit hat die unreinen und verstörten Wesen angezogen.

Doch was kann man schon von denen erwarten, die ohne Licht und ohne Vorbereitung abgeschieden sind?

Dort sind jene, die ihr betrogen und unterdrückt habt, die ihr verstört und gedemütigt habt. Nur Verwirrung und Finsternis können sie euch zusenden, sie können nur Rache üben, und sie machen euch nur Vorwürfe. (152; 27-28)

Ein Mensch, der einem sündigen Leben verfallen ist, ist imstande, eine ganze Legion von Wesen der Finsternis hinter sich herzuziehen, die bewirken werden, dass er auf seinem Wege eine Spur unheilvoller Einflüsse hinterlässt. (87, 7)

Wenn ihr von hier aus das „Geistige Tal“ schauen könntet, wo die vermaterialisierten Wesen zu Hause sind — jene, die nichts für die geistige Reise nach diesem Leben erarbeitet haben — wärt ihr niedergeschmettert. Aber nicht einen Augenblick lang würdet ihr sagen: „Wie furchtbar ist die Gerechtigkeit Gottes!“ Nein, statt dessen würdet ihr ausrufen: „Wie undankbar, wie ungerecht und grausam sind wir mit uns selbst! Wie gleichgültig gegenüber unserer Seele, und wie kalt sind wir als Jünger Jesu gewesen!“ (213, 52)

Ich sage euch, dass es nicht einen menschlichen Verstand gibt, der nicht unter dem Einfluss der Geistigen Welt lebt. Viele werden dies leugnen, doch niemand wird beweisen können, dass es unmöglich ist, dass der Verstand des Menschen die Gedanken und die Schwingungen nicht nur der Geistwesen und seiner eigenen Mitmenschen, sondern auch die meinen empfängt.

Dies ist eine Offenbarung für die ganze Menschheit — eine Offenbarung, die, wenn sie verbreitet wird, offene Herzen finden wird, die sie mit großer Freude aufnehmen; ebenso wird sie auch auf hartnäckige Gegner und Bekämpfer stoßen.

Doch was werden diese tun können, um zu verhindern, dass das Licht des Geistigen Reiches im Leben der Menschen erstrahlt? Welcher Mittel werden sich die Ungläubigen bedienen können, um jene Schwingung auszuschalten? Wer ist jener, der sich für außerhalb des universellen Einflusses stehend hält, welcher die schöpferische und belebende Kraft Gottes ist? (282, 33-36)

Wenn Ich zu euch über meine Geistige Welt spreche, meine Ich jene Heerscharen gehorsamer Geistwesen, die als wahre Diener nur das tun, was der Wille ihres Herrn ihnen befiehlt. Diese habe Ich zu euch gesandt, damit sie für alle Menschen Berater, Beschützer, Ärzte und wirkliche Geschwister sind. Sie klagen nicht, denn sie haben in sich den Frieden. Sie stellen keine Fragen; denn das Licht ihrer Entwicklung und ihrer Erfahrung auf den langen Wegen hat ihnen das Recht gegeben, den Verstand der Menschen zu erleuchten. Sie sind bei jedem Hilferuf und in jeder Not bereitwillig und demütig zur Stelle.

Ich bin es, der ihnen aufgetragen hat, sich unter euch kundzugeben, damit sie euch ihre Anweisungen, ihr Zeugnis und ihre Ermunterung geben. Sie ziehen vor euch her, reinigen den Weg und gewähren euch ihren Beistand, damit ihr nicht den Mut verliert.

Morgen werdet auch ihr zu diesem Licht-Heer gehören, das in der unendlichen Welt der Geistwesen nur aus Liebe zu seinen Menschengeschwistern wirkt, in dem Bewusstsein, dass es damit seinen Vater verherrlicht und liebt.

Wenn ihr ihnen ähnlich werden wollt, so weiht euer Dasein dem Guten. Teilt euren Frieden und euer Brot, empfangt den Bedürftigen mit Liebe, besucht den Kranken und den Gefangenen. Bringt Licht auf den Weg eurer Mitmenschen, die auf der Suche nach dem wahren Weg umhertappen. Erfüllt die Unendlichkeit mit edlen Gedanken, betet für die Abwesenden, dann wird das Gebet sie euch nahebringen.

Wenn dann der Tod den Schlag eures Herzens anhält und das Licht in euren Augen erlischt, werdet ihr zu einer durch ihre Harmonie, ihre Ordnung und ihre Gerechtigkeit wunderbaren Welt erwachen. Dort werdet ihr zu begreifen beginnen, dass die Liebe Gottes euch für alle eure Werke, Prüfungen und Leiden entschädigen kann. (170, 43-47)

Der Mensch wird schließlich begreifen, dass sein Reich auch nicht von dieser Welt ist, dass sein Körper oder seine menschliche Hülle nur das Instrument ist, durch dessen Sinne sein Geist diese Welt der Prüfungen und der Wiedergutmachung wahrnimmt. Er wird schließlich erfahren, dass dies Leben nur eine großartige Lektion ist, die mit wunderbaren Gestalten und Bildern illustriert ist, damit die Schüler, das heißt alle Menschen, die Lektionen, die das Leben ihnen gibt, besser verstehen können, durch die sie, wenn sie diese recht zu bewerten vermögen, die Entwicklung ihrer Seele erreichen und den Sinn des Kampfes, der sie stark macht, begreifen werden — den Schmerz, der sie abschleift, die Mühsal, die veredelt, das Wissen, das erleuchtet, und die Liebe, die erhebt. (194, 34)

Wahrlich, Ich sage euch, wenn ihr Augenblicke der Befriedigung und der Freude zu suchen, sowie Stunden inneren Friedens einzuhalten verstündet, würdet ihr solche an allen Tagen eures Erdendaseins haben. Aber dafür müsst ihr zunächst eure Seele erheben, eure Gefühle und die Art, über das Leben zu denken, hochherziger werden lassen.

Diese Botschaft, die Ich euch durch mein Wort sende, ist von Licht erfüllt, das euren Weg erhellen und eurem Wesen die Aufwartsentwicklung geben wird, die euch lehren wird, in Frieden zu leben und all das gesund zu genießen, mit dem Ich euer Dasein gesegnet habe. (303, 31-32)

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