Die göttliche Liebe – Kapitel 6

Kapitel 6

Materialismus, Unwissenheit, Irrlehren

Viel Zeit musste vergehen, damit die Menschheit geistige Reife erlangte. Immer seid ihr den beiden Extremen erlegen: eines ist der Materialismus gewesen, durch den ihr größere weltliche Genüsse zu erreichen sucht; doch dies ist in Wirklichkeit nachteilig, weil es den Geist von der Erfüllung seiner Aufgabe abhält. Aber ihr musst auch das andere Extrem vermeiden: die Abtötung des „Fleisches“, die völlige Versagung all dessen, was zu diesem Leben gehört; denn Ich sandte euch auf diese Erde, um als Menschen zu leben, als menschliche Wesen, und Ich habe euch den rechten Weg gezeigt, damit ihr so lebt, dass ihr „dem Kaiser gebt, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“.

Ich habe diese Welt für euch erschaffen, mit all ihrer Schönheit und all ihrer Vollkommenheit. Ich habe euch den menschlichen Körper gegeben, durch den ihr alle Fähigkeiten entfalten sollt, die Ich euch gegeben habe, um die Vollkommenheit zu erreichen.

Der Vater will nicht, dass ihr euch all das Gute versagt, das diese Welt euch bietet. Doch sollt ihr den Körper nicht über die Seele stellen, denn der Körper ist vergänglich, aber die Seele gehört der Ewigkeit an. (358, 7-9)

Ich sage euch nicht, dass ihr euch von euren irdischen Pflichten oder von den gesunden Freuden des Herzens und der Sinne abwenden sollt. Ich verlange nur von euch, dass ihr auf das verzichtet, was eure Seele vergiftet und euren Körper krank macht. (33, 44)

Die Mehrheit der Menschen ist zwischen den beiden Einflüssen hin- und her gerissen, ohne sich für einen zu entscheiden, ohne sich völlig dem Materialismus zu verschreiben, aber auch ohne sich anzustrengen, um sich von ihm zu befreien und ihr Leben zu vergeistigen, das heißt, um es durch das Gute, durch Wissen und geistige Kraft zu erhöhen. Diese liegen noch ganz im Kampf mit sich selbst.

Jene, die sich völlig dem Materialismus ergeben haben, ohne sich noch um die Stimme des Gewissens zu kümmern, und die alles missachten, soweit es sich auf ihre Seele bezieht, kämpfen nicht mehr, sie sind im Kampf bezwungen worden. Sie glauben gesiegt zu haben, glauben frei zu sein und merken nicht, dass sie Gefangene sind und dass es nötig sein wird, dass die Legionen des Lichtes zur Finsternis herabkommen, um sie zu befreien. (321, 61-62)

Seit den ersten Zeiten habe Ich gesehen, wie die Menschen sich (gegenseitig) aus Neid, aus Materialismus, aus Machthunger das Leben nahmen; immer haben sie ihre Seele vernachlässigt, im Glauben, nur Materie zu sein, und wenn dann die Stunde gekommen ist, die menschliche Gestalt auf Erden zurückzulassen, blieb nur das übrig, was sie in ihrem materiellen Leben schufen, ohne irgendeine Seligkeit für den Geist zu ernten; denn sie haben sie nicht gesucht, nicht an sie gedacht, haben sich weder um die Tugenden des Geistes noch um Wissen gekümmert. Sie begnügten sich damit, zu leben, ohne den Weg zu suchen, der sie zu Gott fuhrt. (11, 43)

Ein Materialist liebt nur das menschliche Leben. Da er jedoch erkennt, dass alles in ihm vergänglich ist, ist er darauf bedacht, es intensiv zu leben. Wenn dann seine Pläne oder seine Wünsche nicht Wirklichkeit werden oder der Schmerz ihn in irgendeiner Weise heimsucht, verzweifelt und lästert er; er fordert das Schicksal heraus und gibt ihm die Schuld daran, dass er nicht die Wohltaten empfängt, auf die er ein Anrecht zu haben glaubt.

Es sind schwache Seelen in unbeugsamen Körpern, es sind moralisch unreife Wesen, die auf vielerlei Weise geprüft werden, um ihnen die falsche Wertschätzung begreiflich zu machen, die sie in ihrer Vermaterialisierung Werken von geringer Verdienstlichkeit beimessen.

Wie gerne würden die Vermaterialisierten ihr Schicksal verändern! Wie sehr verlangen sie danach, dass alles nach ihren Vorstellungen und ihrem Willen ablauft. (258, 48-50)

Ich habe Größe in den Menschen gelegt, aber nicht die, die er auf Erden erstrebt. Die Größe, von der Ich spreche, ist Aufopferung, Liebe, Demut, Barmherzigkeit. Der Mensch flieht beständig diese Tugenden, womit er sich von seiner wahren Größe und der Würde abwendet, die der Vater ihm als seinem Kinde verliehen hat.

Ihr flieht die Demut, weil ihr glaubt, dass sie Armseligkeit bedeutet. Ihr flieht die Prüfungen, weil euch das Elend Furcht einjagt, ohne zu begreifen, dass sie eure Seele befreien. Ihr flieht auch das Geistige, weil ihr meint, dass es Zeitverschwendung sei, euch in dies Wissen zu vertiefen, wobei ihr nicht begreift, dass ihr ein höheres Licht als jede menschliche Wissenschaft verachtet. (80, 37-38)

Die Menschen werden viele Wunder der Natur erforschen können, aber solange sie es nicht auf dem Pfade der göttlichen Liebe tun, werden sie nicht die wahre Weisheit erreichen, die im unsterblichen Leben der Seele enthalten ist. (139, 70)

Lernt, Mich zu lieben, erkennt, wie meine Liebe euch trotz eurer Verstöße und Sünden überallhin folgt, ohne dass ihr euch ihrem Einfluss entziehen oder ihr ausweichen könnt. Erkennt: Je schwerer eure Verfehlungen sind, desto größer ist mein Erbarmen mit euch. (297, 59)

Ihr habt Regierende, in deren Herzen nicht die Gerechtigkeit und Hochherzigkeit vorhanden ist, um ihr Volk zu regieren, weil sie hinter dem armseligen Ziel nach Macht und Reichtum her sind -Menschen, die von sich behaupten, dass sie meine Repräsentanten sind, und die nicht einmal die Liebe zu ihren Nächsten kennen — Ärzte, die das Wesentliche ihrer Mission nicht kennen, welches die Barmherzigkeit ist — und Richter, die Gerechtigkeit mit Rache verwechseln und das Gesetz zu verderblichen Zwecken missbrauchen.

Ebenso könnt ihr Diener Gottes finden, die es nicht sind, weil sie dafür nicht gesandt wurden — Menschen, die Völker führen und die nicht einmal fähig sind, ihre eigenen Schritte zu lenken — Lehrer, denen die Gabe zu lehren fehlt und die, statt Licht zu verbreiten, den Verstand verwirren — Ärzte, in deren Herz kein Gefühl des Mitleids geschlagen hat angesichts des fremden Schmerzes und die nicht wissen, dass der, welcher diese Gabe wahrhaft besitzt, ein Apostel Christi ist.

Es gibt auch solche, die Aufgaben an sich gerissen haben, die ihnen nicht zustehen, und die mit ihren Irrtümern Beweise dafür geben, dass ihnen absolut die erforderlichen Fähigkeiten fehlen, um die Aufgabe durchzuführen, die sie von sich aus übernommen haben. (105; 16, 19, 18)

Seht euch diese Welt an — stolz, herausfordernd und eingebildet auf alle Menschenwerke, mit denen sie die Generationen dieses Jahrhunderts in Erstaunen setzen. In ihrer Mehrheit glauben sie nicht an das Geistige, noch lieben sie es. Daher beten sie nicht, noch befolgen sie mein Gesetz. Dennoch sind sie zufrieden und stolz darauf, eine von Wunderwerken erfüllte Welt vorweisen zu können, die sie mit Hilfe ihrer Wissenschaft geschaffen haben.

Schon bald werdet ihr erfahren, dass ihr ohne Gott nichts seid, dass ihr nur von Mir die Kraft, das Leben und die Intelligenz empfangen könnt, um zwischen dem Geist und dem menschlichen Teil des Menschen ein harmonisches Dasein zu schaffen. (282; 9, 11)

Nein, Menschheit, solange es nicht die Seele ist, die jene Beweise von Reife, Aufwärtsentwicklung, Vervollkommnung und Fortschritt auf den verschiedenen Gebieten eures Lebens gibt, werdet ihr Mir zwangsläufig menschliche Werke präsentieren, die nur dem Anschein nach groß sind, aber aufgrund des Mangels an Liebe ohne moralischen Gehalt und nicht von Dauer sind.(325, 63)

Die Liebe zur Welt, die Habgier nach Irdischem, das Verlangen des Fleisches, das Vergnügen an allen niederen Begierden, die Selbstsucht, die Eigenliebe und der Hochmut waren die Kraft, mit der ihr ein Leben gemäß eurer Intelligenz und eurem menschlichen Willen geschaffen habt, dessen Früchte Ich euch ernten lies, damit eure Erfahrung vollkommen werde. Doch wenn dies Zeitalter, das nun zu Ende geht, in der Geschichte der Menschheit durch seinen Materialismus gekennzeichnet sein wird — wahrlich, Ich sage euch, die neue Zeit wird sich durch ihre Spiritualität auszeichnen. Denn in ihr werden das Gewissen und der Wille des Geistes auf Erden eine Welt von Wesen aufrichten, die durch die Liebe hochherzig sind — ein Leben, in dem man den Geist des Vaters im Geiste der Kinder vibrieren fühlt, weil dann alle Gaben und Fähigkeiten, die heute in eurem Wesen verborgen leben, als Betätigungsfeld die Unendlichkeit haben werden. (305, 42)

Wahrlich, Ich sage euch, mit den Mächtigen von heute wird es zu Ende gehen, um denen Platz zu machen, die aufgrund der Liebe und Barmherzigkeit zu ihren Nächsten groß und stark, mächtig und weise sein werden. (128, 50)

Jene Menschen, die derzeit nur ehrgeiziges Streben nach Macht und irdischen Herrlichkeiten nähren, wissen, dass ihr mächtigster Gegner die Spiritualität ist, deshalb bekämpfen sie sie. Und da sie den Kampf, der bereits näher rückt — die Schlacht des Geistes gegen das Böse — vorausfühlen, fürchten sie, ihre Besitztümer zu verlieren, und widersetzen sich daher dem Lichte, das sie in Form von Inspiration fortwährend überrascht. (321, 12)

Wie bedürftig kommen jene, die groß und mächtig auf Erden waren, bei meiner Himmelstür an, weil sie die geistigen Schätze und den Weg zum ewigen Leben vergaßen! Während die Wahrheit meines Reiches den Demütigen offenbart ist, ist sie den Gelehrten und Gebildeten verborgen, weil sie mit der geistigen Weisheit dasselbe machen würden, was sie mit der irdischen Wissenschaft getan haben: Sie würden in diesem Lichte Throne für ihre Eitelkeit und Waffen für ihre  Streitigkeiten suchen. (238, 68)

Seht euch die Menschen an, die die Völker führen, Doktrinen schaffen und sie den Menschen aufzwingen. Jeder verkündet die Überlegenheit seiner Doktrin, doch Ich frage euch: Was ist die Frucht all dessen gewesen? Die Kriege mit ihrem Gefolge von Verelendung, Leiden, Zerstörung und Tod. Dies ist die Ernte gewesen, die die Vertreter solcher Theorien hier auf Erden geerntet haben. (106, 11)

Nicht alle Menschen stehen auf derselben Höhe des Verständnisses. Während die einen auf Schritt und Tritt Wunder entdecken, betrachten andere alles als unvollkommen. Während die einen vom Frieden träumen als dem Gipfel der Vergeistigung und der Moral der Welt, verkünden andere, dass es die Kriege sind, die die Entwicklung der Menschheit vorantreiben.

Dazu sage Ich euch: Die Kriege sind nicht notwendig für die Entwicklung der Welt. Wenn die Menschen sie für ihre ehrgeizigen und egoistischen Ziele benutzen, dann aufgrund der Vermaterialisierung, in der sich jene befinden, die sie begünstigen. Unter diesen glauben manche nur an das Dasein auf dieser Welt, da sie das Geistige Leben nicht kennen oder es leugnen; doch bei den Menschen werden sie für Gelehrte gehalten. Daher ist es notwendig, dass alle diese Offenbarung kennen lernen. (227, 69-70)

Es ist Zeit, dass den Herzen der Menschen Liebe, Vergebung und Demut entspringen, als wahre Waffen, die sich dem Hass und dem Hochmut entgegenstellen. Solange Hass auf Hass und Hochmut auf Hochmut stößt, werden sich die Völker vernichten, und wird es in den Herzen keinen Frieden geben. (39, 29)

Wann werdet ihr den Frieden der Seele erlangen, wenn ihr nicht einmal den Frieden des Herzens erlangt habt? — Ich sage euch, solange nicht die letzte brudermörderische Waffe zerstört ist, wird es keinen Frieden unter den Menschen geben. Brudermörderische Waffen sind all jene, mit denen die Menschen einander das Leben nehmen, die Moral zerstören, sich der Freiheit, der Gesundheit, des Seelenfriedens berauben oder den Glauben vernichten. (119, 53)

Wie ist es möglich, dass die Volker, die sich Christen nennen, sich durch den Krieg vernichten und sogar beten, bevor sie hingehen, um ihre Bruder zu töten, und Mich bitten, dass Ich ihnen den Sieg über ihre Feinde gebe? Kann mein Same dort existieren, wo statt Liebe der Hass und statt Vergebung die Rache herrscht? (67, 28)

Ich biete der Welt den Frieden an, aber der Stolz der groß gewordenen Nationen mit ihrer falschen Macht und ihrem falschen Glanz weist jeden Ruf des Gewissens zurück und lässt sich nur von seinen ehrgeizigen Zielen und seinen Hassgefühlen fortreißen.

Die Männer der Macht haben vergessen, dass es einen Eigentümer über alles Leben gibt; doch sie nehmen das Leben ihrer Nächsten, als ob es ihnen gehöre. Die Menschenmassen rufen nach Brot, Gerechtigkeit, Heim, Kleidung. Die Gerechtigkeit werde Ich schaffen, nicht die Menschen noch ihre Lehren. (151; 70, 72)

Es wäre an der Zeit, dass auf der Erde keine Reiche oder starken Völker mehr existierten, die die Schwachen unterdrücken, und dennoch gibt es sie als einen Beweis dafür, dass im Menschen immer noch die primitiven Tendenzen überwiegen, den Schwachen durch Machtmissbrauch zu berauben und mit Gewalt zu erobern. (271, 58)

Wie weit sind die Menschen noch davon entfernt, den geistigen Frieden zu begreifen, der auf der Welt herrschen soll! Sie suchen ihn mittels Gewalt und Drohungen zu erzwingen und mit der Frucht ihrer Wissenschaft, mit der sie prahlen. Ich will Gleichheit unter meinen Kindern, wie Ich sie schon in der „Zweiten Zeit“ predigte. Aber nicht nur materiell, wie sie die Menschen auffassen. Ich inspiriere euch die Gleichheit aus Liebe, womit Ich euch begreiflich mache, dass ihr alle Geschwister, Kinder Gottes seid. (246; 61, 63)

Es herrscht große Ungleichheit; denn Ich sehe Herren, denen nur die Krone fehlt, um sich Könige nennen zu können, und Ich sehe Untergebene, die wahre Sklaven sind. Daraus ist ein Kampf entbrannt. Unter jenen auf der Welt reich gewordenen Herren gibt es viele, die sich Christen nennen, doch Ich sage euch, dass sie kaum meinen Namen kennen.

Jene, die in den Mitmenschen nicht ihren Nächsten sehen, die Reichtümer anhäufen und sich dessen bemächtigen, was anderen gehört, sind keine Christen, weil sie kein Mitgefühl kennen. (222, 44-45)

Ihr armen Völker der Erde — die einen versklavt, andere unterdrückt und die übrigen von ihren eigenen Führern und Repräsentanten ausgebeutet!

Euer Herz liebt jene nicht mehr, die euch auf Erden regieren, weil euer Vertrauen enttäuscht worden ist. Ihr habt kein Vertrauen mehr in die Gerechtigkeit oder Großmütigkeit eurer Richter, ihr glaubt nicht mehr an Versprechungen, an Worte oder lächelnde Gesichter. Ihr habt erlebt, dass die Heuchelei sich der Herzen bemächtigte und auf Erden ihr Reich der Lügen, Falschheiten und Betrügereien errichtet hat.

Ich sehe, dass ihr einander das Brot entreißt, dass die nach Macht Strebenden nicht ertragen können, dass die anderen etwas besitzen, weil sie alles für sich möchten; dass die Starken sich des Brotes der Schwachen bemächtigen und diese sich damit begnügen müssen, die Mächtigen essen und genießen zu sehen.

Ja, Ich weis schon, dass ihr Mir sagen werdet, dass ihr viele Fortschritte erreicht hättet — Ich weis, dass ihr Mich auf eure Zivilisation und eure Wissenschaft verweisen werdet. Doch dann werde Ich euch sagen, dass dies alles nur die Maske der Heuchelei ist, hinter der ihr eure wahren Gefühle und eure noch immer primitiven Instinkte versteckt, weil ihr euch nicht im geringsten um die Entfaltung eurer Seele, um die Erfüllung meines Gesetzes bemüht habt.

Ich sage euch nicht, dass ihr nicht wissenschaftlich forschen sollt — nein, im Gegenteil: Sucht, forscht, wachset und mehret euch an Wissen und Intelligenz im materiellen Leben, aber seid barmherzig miteinander, achtet die geheiligten Rechte eurer Nächsten, begreift, dass es kein Gesetz gibt, das den Menschen dazu ermächtigt, über das Leben seiner Mitmenschen zu verfügen kurzum, Menschen, tut etwas, um mein Höchstgebot des „Liebet einander“ auf euer Leben anzuwenden, damit ihr dem moralischen und geistigen Stillstand entkommt, in den ihr geraten seid, und damit, wenn der Schleier der Lüge, der euer Gesicht bedeckte, abfällt, euer Licht durchdringt, die Aufrichtigkeit erstrahlt und in eurem Leben die Wahrhaftigkeit Einzug hält. Dann könnt ihr mit Recht sagen, dass ihr Fortschritte gemacht habt.

Werdet geistig stark in der Befolgung meiner Unterweisungen, damit eure Worte in Zukunft immer durch wirkliche Werke der Barmherzigkeit, Weisheit und Brüderlichkeit bestätigt werden. (325; 10-11, 14, 18-20)

Die augenscheinliche Wohltätigkeit kann euch auf Erden manche Befriedigungen verschaffen, die der Bewunderung entspringen, die ihr erregt, und der Schmeichelei, die ihr empfangt; aber das Scheinbare gelangt nicht in mein Reich, dorthin gelangt nur das Wahrhaftige. Dort werdet ihr alle hinkommen, ohne die geringste Befleckung oder Unlauterkeit verbergen zu können. Denn bevor ihr vor Gott erscheinen könnt, werdet ihr die Galamäntel, Kronen, Insignien, Titel und alles, was der Welt angehört, abgelegt haben, um vor dem höchsten Richter als einfache Seelen zu erscheinen, die vor dem Schöpfer Rechenschaft ablegen über die Aufgabe, die ihnen anvertraut wurde. (75, 24)

Selig sind, die zu Mir sagen, wenn sie bei Mir anlangen: „Herr, als Lohn für meine Werke erwarte ich nichts; mir genügt das Dasein und das Wissen, dass ich Dein Kind bin, und schon ist mein Geist von Glück erfüllt.“ (4, 81)

Hegt nicht selbstsüchtige Wünsche, indem ihr nur an euer Seelenheil und eure Belohnung denkt; denn eure Enttäuschung wird sehr schmerzlich sein, wenn ihr euch im Geistigen einfindet, weil ihr entdecken werdet, dass ihr euch in Wirklichkeit keinen Lohn erarbeitet habt. (75, 22)

Der Selbstgefällige, der Materialist, der Gleichgültige kann die Wahrheit nicht erkennen, solange er nicht die Mauern zerstört, innerhalb derer er lebt. Es ist notwendig, dass er seine Leidenschaften und Schwächen überwindet, um mein Licht von Angesicht zu schauen. (258, 47)

Der Materialismus stellt sich der Entwicklung der Seele als ein ungeheures Hindernis in den Weg. Vor dieser Mauer ist die Menschheit stehengeblieben. (271, 37)

Anstatt das Elend, das sie überall umgibt, zu beseitigen, sind die Menschen heute darauf aus, den größten Vorteil für sich selbst daraus zu ziehen.

Sie haben die Zeit, die ihnen auf der Welt beschieden war, dazu verwendet und genutzt, möglichst viele Reichtümer und Vergnügungen zu haben — in dem Gedanken, dass, wenn es mit dem Körper zu Ende geht, für sie alles aus ist. Anstatt sich aufwärts zu entwickeln und sich als Kind Gottes zu betrachten, sinkt der Mensch in seinem unwissenden Hochmut auf die Stufe eines tiefer stehenden Wesens, und wenn sein Geist von der Gottheit und vom Geistigen Leben zu ihm spricht, bemächtigt sich seiner die Furcht vor der Gerechtigkeit Gottes, und er zieht es vor, diese innere Stimme zum Schweigen zu bringen und keinen Gedanken an jene Warnungen zu „verschwenden“. (207, 18)

Meine Lehre, die zu allen Zeiten die Erläuterung des Gesetzes ist, kommt zu euch als Weg zum Lichte, als sichere Bresche für den Geist. Dennoch haben die Menschen in Anwendung der ihnen geschenkten Willensfreiheit und im Verlangen, einem Weg für ihr Leben zu folgen, immer den leichten der Vermaterialisierung gewählt. Manche haben dabei die Rufe des Gewissens, die immer zum Geistigen hinlenken, ganz und gar überhort; und andere haben Kulte und Riten geschaffen, um zu glauben, dass sie mit festem Schritte auf dem geistigen Wege gehen, während sie in Wahrheit ebenso selbstsüchtig sind wie jene, die meinen Namen und mein Wort aus ihrem Leben verbannt haben. (213, 51)

Recht wenig ist es, was die Kirchen den Menschen über die Seele offenbart haben. Doch nun werden sie aus ihrer Lethargie erwachen, und jene werden gesegnet werden, die Bedenken und Befürchtungen überwinden und der Menschheit die Wahrheit enthüllen, die sie verheimlicht haben. Ich werde sie mit dem Lichte meiner Vergebung, meiner Gnade und meiner Weisheit erleuchten. (109, 15)

Die sich als Ausleger des Göttlichen Gesetzes fühlen, sagen euch, dass euch für eure Verderbtheit und Widerspenstigkeit Höllenqualen erwarten und dass, nur wenn ihr eure Reue bekundet, euer Fleisch kasteit und verwundet und Gott materielle Opfergaben darbringt, Er euch vergeben und euch in sein Reich bringen werde — wahrlich, Ich sage euch, sie sind im Irrtum. (24, 46)

Die Kirchen, die Wissenschaft und die Justiz der Menschen werden das Vordringen dessen zu verhindern suchen, was für sie ein fremder und schädlicher Einfluss ist. Doch es wird keine Macht geben, die das Erwachen und den Fortschritt des Geistes aufhalten kann.

Der Tag der Befreiung ist nahe. (114, 7-8)

Schlecht haben Mich auf Erden jene vertreten, die Mich zu kennen behaupten, und das ist der Grund dafür, dass viele Mir den Rücken gekehrt haben. (125, 22)

Gesegnet sei, wer die Wahrheit sucht, denn er ist ein nach Liebe, Licht und Güte Dürstender. Suchet, so werdet ihr finden, sucht die Wahrheit, und sie wird euch entgegenkommen. Denkt weiterhin nach, befragt auch fernerhin das Buch der Göttlichen Weisheit, und es wird euch antworten, denn niemals ist der Vater schweigsam oder gleichgültig geblieben gegenüber jenem, der Ihn inständig befragt.

Wie viele derer, die die Wahrheit in Büchern, bei den Gelehrten und in den verschiedenen Wissenschaften suchen, werden sie schließlich in sich selbst entdecken, da Ich in das Innerste eines jeden Menschen einen Samen der Ewigen Wahrheit gelegt habe. (262, 36-37)

Wenn Ich euch sage, dass meine Weisheit euer sein wird — glaubt ihr da, dass ein einziges Erdenleben ausreichen kann, um alles zu erfahren, was Ich euch zu offenbaren habe? Wenn Ich euch sage, dass ihr die menschliche Wissenschaft nicht erlangen könnt, ohne den weiten Entwicklungsweg zurückzulegen, so könnt ihr noch weniger die Erkenntnis des Geistigen erwerben ohne eine vollständige Entwicklung eurer Seele.

Ich stelle die Vergeistigung nicht in einen Gegensatz zur Wissenschaft, denn dieser Irrtum war jener der Menschen, niemals der meine. Im Gegenteil, Ich lehre euch, das Geistige mit dem Materiellen in Einklang zu bringen, das Menschliche mit dem Göttlichen, das Vergängliche mit dem Ewigen. Dennoch erkläre Ich euch, dass man, um auf den Pfaden des Lebens zu wandeln, zuvor den Weg kennen muss, den euch der Geist vorzeichnet, dessen Geistiges Gesetz dem Göttlichen Geiste entspringt. (79, 38-39)

Sowohl der Mensch, der das Licht des Wissens in der Natur sucht, als auch der, der meine Weisheit in den geistigen Offenbarungen sucht, muss den Weg, auf dem er all jene Wahrheiten finden wird, die er auf anderen Pfaden nicht entdecken kann, auf eigenen Füßen zurücklegen. Eben darum habe Ich eure Seele ausgesandt, ein Leben nach dem anderen hier auf Erden zu leben, damit sie aufgrund ihrer Entwicklung und ihrer Erfahrung alles entdeckt, was in ihr ist und in dem, was sie umgibt.

Wenn ihr wollt, so prüft meine Worte gründlich, doch studiert und beobachtet danach das Leben aus ihrer Sicht, damit ihr die Wahrheit feststellen könnt, die in allem, was Ich euch gesagt habe, enthalten ist. (105, 54-55)

So, wie euer Körper, um zu leben, nach Luft, Sonne, Wasser und Brot verlangt, ebenso benötigt auch die Seele das Lebensumfeld, das Licht und die Nahrung, die ihrem Wesen entspricht. Wenn sie sich der Freiheit beraubt sieht, sich im Verlangen nach ihrer Nahrung empor zu schwingen, wird sie schwach, welkt sie und wird stumpfsinnig; so wie wenn man ein Kind zwingen würde, immer in seiner Wiege zu bleiben und in seiner Kammer eingesperrt zu sein. Seine Glieder würden lahm werden, es würde bleich werden, seine Sinne würden abstumpfen und seine Fähigkeiten verkümmern.

Erkennt, dass auch die Seele ein Lahmer sein kann! Ich könnte euch sogar sagen, dass die Welt voll von seelisch Lahmen, Blinden, Tauben und Kranken ist! Die Seele, die eingesperrt lebt und ohne Freiheit zur Entfaltung ist, ist ein Wesen, das nicht wächst — weder an Weisheit noch an Kraft, noch an Tugend. (258, 62-63)

Wahrlich, Ich sage euch, was euch emporheben kann, ist die Liebe, weil ihr Weisheit, Gefühl und Erhebung innewohnt. Die Liebe ist eine Zusammenfassung aller Eigenschaften der Göttlichkeit, und Gott hat diese Flamme in jedem geistigen Geschöpf entzündet.

Wie viele Lektionen habe Ich euch gegeben, damit ihr lernt, zu lieben! Wie viele Gelegenheiten, Leben und Reinkarnationen hat euch die Göttliche Barmherzigkeit zugeteilt! Die Lektion wurde wiederholt, sooft es nötig war, bis sie gelernt war. Einmal erfüllt, gibt es keinen Grund zur Wiederholung, denn sie kann auch nicht mehr vergessen werden. (263, 43-44)

Ich sage euch, dass es besser für euch ist, voller Ungewissheiten und Verneinungen zu sein, als voll falscher Überzeugungen oder Lügen, die ihr für Wahrheiten haltet. Die ehrliche Verneinung, die dem Zweifel oder der Unwissenheit entspringt, schadet euch weniger als die unaufrichtige Zustimmung zu etwas Falschem. Der ehrliche Zweifel, der nach Verständnis hungert, ist besser als der feste Glaube an irgendeinen Mythos. Die verzweifelte Ungewissheit, die schreiend nach Licht verlangt, ist besser als die fanatische oder abgöttische Sicherheit. (248, 12)

Wie einleuchtend und schlicht ist die Wahrheit! Wie klar und einfach die Spiritualität! Und doch — wie schwer ist sie für den zu begreifen, der hartnäckig im Dunkel seines Fanatismus und seiner Traditionen verharrt. Sein Verstand kann nicht begreifen, dass es etwas mehr gibt als das, was er versteht; sein Herz sträubt sich, das zu verwerfen, was für ihn sein Gott und sein Gesetz war: die Tradition und der Ritus. (318, 48)

Wie fern der Wirklichkeit befinden sich derzeit Millionen von Wesen, die nur für ihre materielle Gegenwart leben! Wie könnten sie ihre Augen für die Wirklichkeit öffnen? Nur, indem sie auf die Stimme des Gewissens lauschen — jene Stimme, welche Sammlung, Besinnung und Gebet benötigt, um gehört zu werden. (169, 16)

Immer, wenn ihr wissen wollt, ob der Weg, dem ihr folgt, jener der Aufwärtsentwicklung ist, sollt ihr das Gewissen befragen, und wenn Frieden in ihm ist und in eurem Herzen Nächstenliebe und guter Wille gegenüber euren Mitmenschen zuhause ist, werdet ihr sicher sein, dass euer Licht noch immer scheint und euer Wort tröstet und heilt. (73, 45)

Für Mich ist es ebenso verdienstvoll, wenn ein mit der Spur schwerster Verfehlungen beflecktes Wesen, von einem hohen Ideal inspiriert sich läutert, wie wenn ein Wesen, das standhaft rein geblieben ist, bis zuletzt darum ringt, sich nicht zu beflecken, weil es von Anbeginn das Licht liebte.

Wie ferne der Wahrheit wandeln jene, die meinen, dass die verwirrten Geister eine andere Beschaffenheit haben als die Geister des Lichtes! (295, 15-16)

Die Rechtsprechung der Menschen vergibt nicht, erlöst nicht, liebt nicht. Die meine liebt, vergibt, erlöst, erweckt zu neuem Leben, erhebt und erleuchtet; und gerade jene, die für die Menschheit so viel Schmerz verursacht haben, werde Ich erlösen und retten, indem Ich sie durch ihre große Sühne gehen lasse, welche der Schmelztiegel sein wird, in dem sie geläutert und völlig wach werden für die Stimme ihres Gewissens, um bis auf den tiefsten Grund ihrer Werke schauen zu können. Ich werde sie den gleichen Weg zurücklegen lassen, den sie ihre Opfer, ihre Völker gehen ließen. Aber schließlich werden sie die seelische Reinheit erreichen, um zur Erde zurückkehren zu können, um alles Zerstörte wieder aufzubauen, um alles Zugrundegerichtete wieder herzustellen. (309, 18)

Wer von diesem inneren Lichte erleuchtet lebt, wird sich niemals ausgestoßen, verlassen, schwach oder verloren fühlen — für so arm die Welt ihn auch hält. Sein Glaube an den Vater, an das Leben, an seine Bestimmung und auch an sich selbst wird ihn im Lebenskampfe niemals untergehen lassen, und er wird außerdem immer fähig sein, große und staunenswerte Werke zu vollbringen. (136, 5)

Ich nenne euch nun den Beweis dafür, dass wahrer Glaube vorhanden ist: Wenn das Herz in der Stunde der Prüfung nicht verzagt; wenn in den kritischsten Augenblicken Friede die Seele durchdringt. (237, 69-70)

Wenn das Herz guten Glauben birgt und der Verstand frei von Vorurteilen und unklaren Vorstellungen ist, weiß man das Leben besser zu schätzen, und die Wahrheit wird mit größerer Klarheit erkannt. Wenn man hingegen im Herzen Zweifel oder Eitelkeit birgt und Irrtümer im Verstande, erscheint alles unklar, und selbst das Licht erscheint als Finsternis.

Sucht die Wahrheit, sie ist das Leben, aber sucht sie mit Liebe, mit Demut, mit Beharrlichkeit und mit Glauben. (88, 5-6)

Christus, der Gesalbte, zeigte euch den Weg mit den Worten: „Liebet einander.“ Könnt ihr euch die Tragweite dieses erhabenen Gebotes vorstellen? Das ganze Leben der Menschen würde verwandelt werden, wenn ihr nach dieser Lehre leben würdet. Nur die Liebe wird euch die Wahrheiten der göttlichen Geheimnisse offenbaren können, weil sie der Ursprung eures Lebens und alles Geschaffenen ist. (136, 41)

Die Demut ist das Licht der Seele, und im Gegensatz dazu ist das Fehlen derselben Finsternis in ihr. Die Eitelkeit ist die Frucht der Unwissenheit. Wer groß ist durch Wissen und angesehen aufgrund von Tugend, besitzt die wahre Bescheidenheit und geistige Demut. (101, 61)

Wenn die Menschen einsehen würden, dass die Erde für alle geschaffen worden ist, und wenn sie die materiellen und geistigen Schätze, mit denen ihr Dasein übersät ist, in gerechter Weise mit ihren Mitmenschen zu teilen verstünden — wahrlich, Ich sage euch, schon hier auf dieser Erde würdet ihr den Frieden des Geistigen Reiches zu fühlen beginnen. (12, 71)

Wenn der Mensch hinsichtlich des höheren Lebens, das über ihm existiert und vibriert, bewusst leben würde und wenn er seinen Geist zu befragen verstünde — wie viele Unannehmlichkeiten würde er sich ersparen, vor wie vielen Abgründen würde er sich retten. Aber sein Leben lang fragt er jene um Rat, die keine Lösung für seine Zweifel und seine Ungewissheiten haben: die Wissenschaftler, die in die materielle Natur eingedrungen sind, die jedoch das spirituelle Leben nicht kennen, weil die Seele in ihnen in Lethargie verfallen ist. (278, 4)

Wissen bedeutet, meine Gegenwart zu fühlen. Wissen bedeutet, sich von meinem Lichte leiten zu lassen und meinen Willen zu tun. Wissen ist, das Gesetz zu verstehen, Wissen ist, zu lieben. (282, 22)

Heute ist eure geistige Unwissenheit so gros, dass ihr, wenn ihr an die denkt, die ins Jenseits hingeschieden sind, sagt: „Der Arme, er starb und musste alles zurücklassen und ist für immer gegangen.“

Wenn ihr wüsstet, mit welchem Mitleid jene Wesen euch von der Geistigen Welt aus betrachten, wenn sie euch so sprechen hören. Mitleid ist es, was sie für euch fühlen angesichts eurer Unwissenheit! Denn wenn ihr sie sehen könntet, sei es auch nur für einen Augenblick, wäret ihr sprachlos und überwältigt angesichts der Wahrheit! (272, 46-47)

Ich lehrte euch, Gott zu geben, was Gottes ist, und dem „Kaiser“, was des „Kaisers“ ist; doch für die Menschen von heute gibt es nur den „Kaiser“, und ihrem Herrn haben sie nichts darzubringen. Wenn ihr wenigstens der Welt nur das Notwendige zuteil werden ließet, so wären eure Leiden geringer. Aber der „Kaiser“, den ihr euer Tun und Lassen bestimmen lasst, hat euch widersinnige Gesetze diktiert, hat euch zu Sklaven gemacht und nimmt euch das Leben, ohne euch irgend etwas dafür zu geben. (155, 15)

Wenn die Menschen unter Lachen, Vergnügungen und Eitelkeiten Mich vergessen und Mich sogar leugnen, warum verzagen und zittern sie, wenn sie die Ernte der Tränen einholen, die ihre Seele und ihren Körper quält? Dann lästern sie, sagen, dass es keinen Gott gibt. (17, 37)

Euer Materialismus hat das Eden, das Ich dem Menschen anvertraute, in eine Hölle verwandelt. (272, 29)

Ihr habt das Gesetz vergessen und habt gewartet, bis euch die Naturgewalten an meine Gerechtigkeit erinnerten: Orkane, Wasserläufe, die über die Ufer treten, Erdbeben, Dürren, Überschwemmungen sind Rufe, die euch wachrütteln und zu euch von meiner Gerechtigkeit sprechen. (69, 54)

Wer sagt, dass die Wege des Herrn voller Dornen sind, weiß nicht, was er sagt, denn Ich habe für keines meiner Kinder den Schmerz geschaffen; doch die, welche sich vom Pfade des Lichts und des Friedens entfernt haben, werden bei der Rückkehr zu ihm die Folgen ihrer Schuld erleiden müssen. (17, 41)

Wahrlich, ich sage euch, es gibt keine Macht, die ihr meiner Liebe entgegenstellen könnt. Die Feinde erweisen sich als armselig, die gegnerischen Kräfte sind schwach, die Waffen, die gegen die Wahrheit und die Gerechtigkeit zu kämpfen versuchten, sind immer zerbrechlich gewesen. (179, 12)

Doch in dieser Zeit ist diese Offenbarung zu eurer Seele gelangt, während sie sich auf einer höheren Entwicklungsstufe befand, und bald wird sie gerechterweise als eines der gerechtesten und liebevollsten Gesetze des Schöpfers angenommen werden. Verwerft die Vorstellung, die ihr vom „Tage des Gerichts“ hattet; denn es ist nicht einer eurer Tage, weil es ein Zeitabschnitt ist, und das „Ende der Welt“ ist nicht das des Planeten, auf dem ihr lebt, sondern das Ende des selbstsüchtigen Lebens, das ihr auf ihm geschaffen habt. (76, 43)

Seht, wie der Mensch vor und über allem steht, was ihn umgibt; dass er das einzige Wesen ist, das mit Willensfreiheit und Gewissen ausgestattet ist. Von dieser Willensfreiheit haben alle Verirrungen, Stürze und Sünden der Menschen ihren Ausgang genommen. Aber es sind vergängliche Verfehlungen vor der Gerechtigkeit und der Ewigkeit des Schöpfers. Denn hernach wird sich das Gewissen gegenüber den Schwächen des Körpers und der Verführbarkeit der Seele durchsetzen. Damit wird der Sieg des Lichtes kommen, welcher Wissen über die Finsternis ist, die Unwissenheit bedeutet. Es wird der Sieg des Guten, welches Liebe, Gerechtigkeit und Harmonie ist, über das Böse sein, welches Selbstsucht, Zügellosigkeit, Ungerechtigkeit ist. (295, 49)

Wahrlich, Ich sage euch, selbst jene Wesen, die ihr Versucher oder Dämonen nennt, sind nur verwirrte oder unvollkommene Wesen, derer sich der Vater weise bedient, um seine hohen Ratschlüsse und Plane durchzuführen. Aber diese Wesen, deren Seelen heute von Finsternis umfangen sind und von denen viele einen schlechten Gebrauch der Fähigkeiten gemacht haben, die Ich ihnen gewährt habe, werden — wenn die Zeit dazu für sie gekommen ist — von Mir gerettet werden. (302, 31)

Zwar beflecken viele ihre Seelen; doch verurteilt sie nicht, denn sie wissen nicht, was sie tun. Auch sie werde Ich retten, ungeachtet dessen, dass sie Mich derzeit vergessen haben, oder Mich durch die falschen Götter ersetzt haben, die sie auf der Welt schufen. Auch sie werde Ich in mein Reich bringen, selbst wenn sie jetzt — weil sie den falschen Propheten folgen — den gütigen Christus vergessen haben, welcher für sie sein Leben hingab, um sie seine Lehre der Liebe zu lehren.

Für den Vater ist niemand „böse“, niemand kann es sein, da sein Ursprung in Mir ist. Verirrte, Blinde, Gewalttätige, Rebellen — so sind viele meiner Kinder aufgrund ihres freien Willens geworden, mit dem sie ausgestattet wurden. Doch in allen wird es licht werden, und meine Barmherzigkeit wird sie auf den Weg zu ihrer Erlösung führen. (54, 45-46)

Wie könnte für Mich eine Seele unwiederbringlich verloren gehen, wo sie doch einen Funken meines Lichtes in sich trägt, welcher niemals erlischt, und Ich auf allen Wegen bei ihr bin?

Solange auch ihre Widersetzlichkeit andauern oder ihre Verwirrung anhalten mag — niemals werden diese dunklen Kräfte meiner Ewigkeit standhalten. (255, 60)

Ich werde nicht zulassen, dass ein einziges meiner Kinder sich verirrt oder gar verloren geht. Die Schmarotzerpflanzen verwandle Ich in fruchtbringende, denn alle Geschöpfe wurden ins Dasein gerufen, um ein Ziel der Vollkommenheit zu erreichen.

Ich will, dass ihr euch mit Mir an meinem Werke erfreut. Schon früher habe Ich euch an meinen Eigenschaften teilhaben lassen, weil ihr ein Teil von Mir seid. Da alles Mir gehört, mache Ich auch euch zu Eigentümern meines Werkes. (9, 17-18)

Solange der Mensch sich weigert, auf der Stufenleiter der Vergeistigung empor zu steigen, wird er der wahren Herrlichkeit nicht näherkommen können, die ihm hier im Schose seines Vaters das höchste Glück bescheren wird, ein Kind Gottes zu sein — ein würdiges Kind meines Geistes, aufgrund seiner Liebe, seiner Erhebung und seines Wissens. (331, 29)

Ich will euch nicht als Angeklagte vor Mir sehen, will euch immer als meine Kinder betrachten, für die meine Vaterliebe immer zur Hilfe bereit ist. Ich habe euch zum Ruhme meines Geistes geschaffen, und damit ihr in Mir glücklich seid. (127, 41)

Heute kündige Ich euch an, dass Ich für eure Seele wunderbare Regionen, Aufenthaltsorte, geistige Heimstätten reserviert habe, wo ihr die wahre Freiheit finden könnt, um zu lieben, das Gute zu tun und mein Licht zu verbreiten. Könnt ihr daran zweifeln, nachdem Ich euch meine früheren Verheißungen erfüllt habe? (138, 11)

Die Zeit wird kommen, in der die Grenzen dieser Welt durch die Liebe aufgehoben werden und in der die Welten einander durch die Vergeistigung näherkommen. (213, 61)

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