Die göttliche Liebe – Kapitel 4

Kapitel 4

Mensch, erkenne dich selbst

Vor eurer Erschaffung wart ihr in Mir; danach, als geistige Geschöpfe, wart ihr an dem Ort, wo alles in vollkommener Harmonie schwingt, wo die Essenz des Lebens und die Quelle des wahren Lichtes ist, von dem Ich euch nähre.

Aber als ihr jene Heimstatt verließet, gab Ich eurem Geiste ein Gewand, und ihr sanket immer tiefer. Hernach entwickelte sich eure Seele Schritt für Schritt, bis sie zu der Daseinsebene gelangte, wo ihr euch jetzt befindet und wo das Licht des Vaters strahlt. (115, 4-5)

Die ersten Menschen — jene, die Urahnen der Menschheit waren, bewahrten eine Zeit lang den Eindruck, den ihre Seele vom Geistigen Reich mitnahm — ein Eindruck von Schönheit, von Frieden und Wonne, der in ihnen fort bestand, solange in ihrem Leben nicht die Leidenschaften des Fleisches und auch der Kampf ums Überleben in Erscheinung traten.

Der vermaterialisierte Verstand der Menschen, der den wahren Sinngehalt jenes Zeugnisses missverstand, glaubte schließlich, dass das Paradies, in dem die ersten Menschen gelebt hatten, ein irdisches Paradies gewesen sei, ohne zu begreifen, dass es ein seelischer Zustand jener Geschöpfe war. (287, 12-13)

Ihr wisst, dass ihr „Mir zum Bilde und Gleichnis“ geschaffen wurdet; doch wenn ihr es sagt, denkt ihr an eure menschliche Gestalt. Ich sage euch, nicht dort ist mein Ebenbild, sondern in eurer Seele, welche — um Mir ähnlich zu werden — sich vervollkommnen muss, indem sie die Tugenden ausübt. (31, 51)

Zuweilen befleckt und schändet ihr durch Ungehorsam und Sünde das Ebenbild, das ihr von Mir in eurem Wesen tragt. Dann gleicht ihr Mir nicht; denn es genügt nicht, einen menschlichen Körper und eine Seele zu haben, um ein Ebenbild des Schöpfers zu sein. Die wahre Ähnlichkeit mit Mir besteht in eurem Licht und in eurer Liebe für alle eure Nächsten. (225, 24)

Höret: Gott, das höchste Wesen, schuf euch „zu seinem Bild und Gleichnis“ — nicht hinsichtlich der materiellen Gestalt, die ihr habt, sondern der Fähigkeiten, mit denen euer Geist ausgerüstet ist, ähnlich denen des Vaters.

Wie angenehm war es für eure Eitelkeit, euch für das Ebenbild des Schöpfers zu halten. Ihr haltet euch für die höchstentwickelten Geschöpfe, die Gott gemacht hat. Doch ihr befindet euch in einem schweren Irrtum, wenn ihr annehmt, dass das Universum nur für euch geschaffen wurde. Mit welcher Unwissenheit nennt ihr euch selbst die Krone der Schöpfung!

Die Ziele, die alles miteinbeziehen und die ihr als Menschen, auch wenn ihr wolltet, nicht verstehen könnt, sind groß und vollkommen wie alle Absichten des Vaters. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr seid weder die größten noch die kleinsten Geschöpfe des Herrn. (17; 24-25, 27)

Schon seit langem haltet ihr euch nicht mehr an Mich, wisst ihr nicht mehr, was ihr in Wirklichkeit seid, weil ihr zugelassen habt, dass in eurem Wesen viele Eigenschaften, Fähigkeiten und Gaben, die euer Schöpfer in euch legte, untätig schlummern. Ihr schlaft bezüglich der Seele und des Geistes, und gerade in deren geistigen Eigenschaften liegt die wahre Größe des Menschen. Ihr lebt wie die Wesen, die von dieser Welt sind, weil sie in ihr entstehen und sterben. (85, 57)

Über den Instinkt und die Neigungen des „Fleisches“ erhebt sich ein Licht, welches eure Seele ist, und über dies Licht ein Führer, ein Lehrbuch und ein Richter, welcher der Geist ist.(86, 68)

Die Menschheit sagt Mir in ihrem Materialismus: „Gibt es das Reich des Geistes überhaupt?“ Doch Ich antworte euch: O ihr Ungläubigen, ihr seid der Thomas der „Dritten Zeit“. Gefühle des Mitleids und Erbarmens, der Zärtlichkeit, Güte und Hochherzigkeit sind keine Eigenschaften des Körpers, so wenig wie es die Gnadengaben sind, die ihr verborgen in euch tragt. All jene Gefühle, die euch in Herz und Verstand geprägt sind, all jene Fähigkeiten gehören dem Geiste an, und ihr dürft ihn nicht verleugnen. Das „Fleisch“ ist nur ein begrenztes Werkzeug, doch der Geist ist dies nicht: er ist groß, weil er ein Atom Gottes ist. Sucht den Sitz eures Geistes im Kern eures Wesens und die große Weisheit in der Herrlichkeit der Liebe. (147, 21-22)

Der Geistfunke, der den Menschen seinem Schöpfer ähnlich macht, wird sich immer mehr der unendlichen Flamme nähern, aus der er entsprang, und jener Funke wird ein leuchtendes Wesen sein — bewusst, strahlend vor Liebe, voll Wissen und Kraft. Jenes Wesen erfreut sich des Zustandes der Vollkommenheit, in welchem nicht der geringste Schmerz oder die kleinste Not existiert, in welchem die vollkommene und wahre Seligkeit herrscht. (277, 48)

Jener Lichtfunke, der in jedem Menschenwesen vorhanden ist, ist das Band, das den Menschen mit dem Geistigen verbindet, ist das, was ihn in Kontakt mit dem Jenseits und mit seinem Vater bringt. (201, 40)

Wenn die Menschen dahin gelangen, mit ihrem Geiste in Verbindung zu treten, und, anstatt das Geistige im Äußeren zu suchen, es in ihrem Inneren suchen, werden sie die sanfte, überredende, weise und gerechte Stimme vernehmen können, die immer in ihnen lebendig war, ohne dass sie auf sie hörten, und sie werden begreifen, dass im Geiste die Gegenwart Gottes ist, dass er der wahre Mittler ist, durch den der Mensch mit seinem Vater und Schöpfer in Verbindung treten soll. (287, 30)

Wahrlich, Ich sage euch, der höchste und reinste Ausdruck des Geistes ist das Gewissen, jenes innere Licht, das den Menschen unter allen Geschöpfen, die ihn umgeben, das erste, das höchste, das größte und edelste sein lässt. (170, 60)

Der Mensch könnte ohne Geist existieren, allein mittels des beseelten körperlichen Lebens; aber er wäre dann kein menschliches Wesen. Er würde Seele besitzen und ohne Geist sein, aber er könnte sich dann nicht selbst führen, noch wäre er das höchste Wesen, welches das Gesetz durch den Geist erkennt, das Gute vom Bösen unterscheidet und jede göttliche Offenbarung empfängt. (59, 56)

Der Geist soll die Seele erleuchten, und die Seele soll den Körper führen. (71, 9)

Das Richtige ist, wenn der Geist dem menschlichen Verstande Weisheit offenbart, und nicht der Verstand dem Geiste“Licht“ gibt. (295, 48)

Der Sinn des Gesetzes und der Unterweisungen ist es, euch die Kenntnis meiner Wahrheit zu offenbaren, damit ihr zu würdigen Kindern jenes Göttlichen Vaters werden könnt, welcher die höchste Vollkommenheit ist. (267, 53)

Im Menschen gibt es zwei Mächte, die immer im Kampfe liegen: seine menschliche Natur, die vergänglich ist, und seine geistige Natur, die ewig ist. Dieses ewige Wesen weiß sehr wohl, dass sehr lange Zeiträume vergehen müssen, damit es seine seelische Vervollkommnung zu erreichen vermag. Es ahnt, dass es viele Menschenleben haben muss und dass es in ihnen durch viele Prüfungen gehen muss, bevor es das wahre Glück erlangt. Die Seele ahnt, dass sie nach den Tränen, dem Schmerz, und nachdem sie viele Male durch den körperlichen Tod gegangen ist, zu jenem Gipfel gelangen wird, den sie in ihrem Sehnen nach Vollkommenheit immer gesucht hat. (18, 24)

Lang ist die Pilgerschaft der Seele, weit ihr Weg, vielfach und sehr abwechslungsreich ihre Daseinsformen, und alle Augenblicke sind ihre Prüfungen anderer Art. Doch während sie diese besteht, erhebt sie sich, reinigt sie sich, vervollkommnet sie sich. (18, 27)

Die Eitelkeit — eine Schwäche, die sich schon beim ersten Menschen gezeigt hat — wird durch die Vergeistigung bekämpft werden. Es ist der Kampf, der schon immer zwischen der Seele und dem „Fleisch“ bestanden hat. Denn während die Seele im Verlangen nach der Essenz des Vaters dem Ewigen und Hohen zugeneigt ist, sucht das „Fleisch“ nur das, was es befriedigt und ihm schmeichelt, auch wenn es zum Schaden der Seele ist. (230, 64)

Seele und Körper sind verschiedener Natur, aus ihnen besteht euer Wesen, und über beiden steht der Geist. Das erstere ist Tochter des Lichts, das zweite entstammt der Erde, ist Materie. Beide sind in einem einzigen Wesen vereint und kämpfen gegeneinander, geführt durch den Geist, in welchem ihr die Gegenwart Gottes habt. Dieser Kampf hat bis heute ständig stattgefunden; aber zuletzt werden Seele und Körper in Harmonie die Aufgabe erfüllen, die mein Gesetz jedem von beiden zuweist. (21, 40)

Ich habe euch die Gabe der Willensfreiheit gewährt und euch mit dem Gewissen ausgestattet. Das erstere, damit ihr euch im Rahmen meiner Gesetze frei entwickelt, und das zweite, damit ihr das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht, damit es euch als vollkommener Richter sagt, wann ihr mein Gesetz erfüllt oder dagegen verstoßt.

Das Gewissen ist Licht aus meinem Göttlichen Geiste, das euch in keinem Augenblick verlässt. (22, 8-9)

Warum gibt es die Sünde, überwiegt das Böse und brechen Kriege aus? Weil der Mensch nicht auf die Stimme des Gewissens hört und schlechten Gebrauch von seiner Willensfreiheit macht. (46, 64)

Was würde aus dem Geist, wenn er seiner Willensfreiheit beraubt wäre? In erster Linie wäre er nicht Geist, und deshalb wäre er kein Geschöpf, das des Höchsten würdig ist. Er wäre so etwas wie jene Maschinen, die ihr herstellt, etwas ohne eigenes Leben, ohne Intelligenz, ohne Willen, ohne Strebsamkeit. (20, 37)

Über die göttliche Gabe seiner Willensfreiheit stellte Ich einen strahlenden Leuchtturm, der seinen Lebensweg erhellen sollte: das Gewissen. (92, 33)

Die Seele erfreut sich der Willensfreiheit, mittels derer sie Verdienste erwerben soll, um das Heil zu erlangen. Wer führt, orientiert oder berät die Seele auf ihrem freien Entwicklungsweg, um das Erlaubte vom Unerlaubten zu unterscheiden und um sich daher nicht zu verirren? Das Gewissen.(287, 26-27)

Macht euch mit dem Gewissen vertraut, es ist eine freundschaftliche Stimme, es ist das Licht, durch das der Herr sein Licht hindurchschimmern lasst — ob als Vater, als Meister oder als Richter. (293, 74)

Höret, Jünger: Der Mensch besitzt als geistige Gaben Willensfreiheit und das Gewissen; alle kommen mit Tugenden begabt auf die Welt und können von ihnen Gebrauch machen. In ihrer Seele ist das Licht des Gewissens; aber gleichzeitig mit der Entwicklung des Körpers entwickeln sich mit ihm die Leidenschaften, die bösen Neigungen, und diese liegen im Kampf mit den Tugenden.

Doch versteht es nicht falsch; denn wenn Ich von Kampf spreche, meine Ich jenen, den ihr entfaltet, um eure Schwächen und Leidenschaften zu überwinden. Diese Kämpfe sind die einzigen, die Ich den Menschen erlaube, damit sie ihre Selbstsucht und ihr materielles Trachten beherrschen, auf dass die Seele, durch den Geist erleuchtet, ihren wahren Platz einnimmt.

Diesen inneren Kampf heiße Ich gut, nicht aber jenen, den die Menschen im Verlangen nach Selbsterhöhung führen, verblendet von Ehrgeiz und Bosheit. (9, 42-44)

Die Seele ringt darum, ihren Aufstieg und Fortschritt zu erreichen, während „das Fleisch“ immer wieder den Anreizen der Welt erliegt. Doch Seele und Körper könnten miteinander harmonieren, wenn beide nur von dem Gebrauch machen würden, was ihnen erlaubterweise zukommt, und dies ist es, was euch meine Lehre zeigt. (148, 53)

Ich will keine weitere Sühne oder Schmerzen für euch; Ich will, dass die Seelen aller meiner Kinder so, wie die Sterne das Firmament verschönern, mit ihrem Lichte mein Reich erhellen und das Herz eures Vaters mit Freude erfüllen. (171, 67)

Mein Wort wird die Seele mit dem Körper versöhnen, da schon seit langem Feindschaft zwischen beiden besteht, damit ihr erfahrt, dass euer Körper, den ihr als ein Hemmnis und eine Versuchung für den Entwicklungsweg der Seele betrachtet habt, das beste Werkzeug für die Erfüllung eurer Aufgaben auf Erden sein kann. (138, 51)

Ich sage euch nicht nur, dass ihr eure Seele reinigen sollt, sondern auch, dass ihr euren Körper kräftigen sollt, damit die neuen Generationen, die aus euch hervorgehen, gesund sind und ihre Seelen ihren schwierigen Auftrag erfüllen können. (51, 59)

Der Körper ist der Stützpunkt, auf dem die Seele ruht, solange sie auf Erden wohnt. Warum zulassen, dass er zu einer Kette wird, die fesselt, oder zu einem Kerker, der gefangen hält? Weshalb zulassen, dass er das Steuer eures Lebens ist? Ist es etwa richtig, dass ein Blinder den führt, dessen Augen sehen? (126, 16)

Seit Anbeginn der Zeiten hat es den Kampf zwischen der Seele und dem „Fleisch“ gegeben bei dem Versuch, zu verstehen, was das Richtige, das Erlaubte und Gute ist, um ein Leben zu führen, das dem von Gott gegebenen Gesetze angepasst ist. (271, 50)

Alle Schicksale sind verschieden, obschon sie euch zum gleichen Ziele bringen. Den einen sind diese, den anderen jene Prüfungen vorbehalten. Das eine Geschöpf durchläuft den einen Weg, das andere folgt einem anderen. Ihr seid weder alle im selben Augenblick ins Dasein getreten, noch werdet ihr alle zum gleichen Zeitpunkt zurückkehren. Die einen wandern vorne, die anderen hinten, doch das Ziel erwartet euch alle. Niemand weiß, wer ihm nahe ist oder wer ferne von ihm wandert, weil ihr noch zu unreif seid, um diese Kenntnis zu besitzen; ihr seid menschlich, und eure Eitelkeit würde euch zum Verderben gereichen. (10, 78)

Der Grund dafür ist, dass die Seele nicht zur selben Zeit wie die Körperhülle entsteht und der Anfang des Menschengeschlechts auch nicht mit dem der Seele zusammenfallt. Wahrlich, Ich sage euch, es gibt keine einzige Seele, welche auf die Welt gekommen ist, ohne dass sie zuvor im Jenseits existiert hat. Wer von euch kann die Zeit ermessen oder kennen, die sie in anderen Sphären gelebt hat, bevor sie kam, auf dieser Erde zu leben? (156, 32)

Da Ich alles Geschaffene auf Erden zur Erquickung des Menschen gestaltet habe, so gebraucht es immer zu eurem Wohle. Vergesst jedoch nicht, dass es in euch eine Stimme gibt, die euch auf die Grenzen hinweist, innerhalb derer ihr von all dem Gebrauch machen dürft, was euch die Natur bietet, und dieser inneren Stimme sollt ihr gehorchen. So, wie ihr für euren Körper um ein Heim, um Schutz, Unterhalt und Befriedigung bestrebt seid, um euer Dasein angenehmer zu machen, so sollt ihr auch der Seele das gewähren, was sie für ihr Wohlbefinden und ihre Aufwärtsentwicklung benötigt. (125, 30)

Die Seele will leben, sie trachtet nach ihrer Unsterblichkeit, will sich reinwaschen und sich läutern, hat Hunger nach Wissen und Durst nach Liebe. Lasst sie denken, fühlen und handeln, gewährt ihr, dass sie einen Teil der Zeit, über die ihr verfügt, für sich verwendet, damit sie sich darin kundgibt und sich an ihrer Freiheit erquickt.

Von allem, was ihr hier in der Welt seid, wird nach diesem Leben nur eure Seele übrig bleiben. Lasst sie Tugenden und Verdienste ansammeln und in sich verwahren, damit sie, wenn die Stunde ihrer Befreiung kommt, nicht eine arme Seele vor den Toren des Gelobten Landes ist. (111, 74-75)

Jedem ist seine Bestimmung vorgezeichnet durch seine geistige Aufgabe und seine menschliche Aufgabe. Beide sollen in Einklang miteinander sein und einem einzigen Ziele zustreben. Wahrlich, Ich sage euch, Ich werde nicht nur eure geistigen Werke bewerten, sondern auch eure materiellen Werke. Denn in ihnen werde Ich Verdienste entdecken, die eurem Geiste helfen, zu Mir zu gelangen. (171, 23)

Die Welt bietet euch Kronen an, die nur von Eitelkeit, von Stolz und falscher Größe zeugen. Der Seele, die über diese Eitelkeiten hinwegzuschreiten versteht, ist im Jenseits eine andere Krone vorbehalten, jene meiner Weisheit. (53, 11)

Das Ziel jeder Seele ist es, nach ihrer Läuterung und Vervollkommnung mit der Göttlichkeit zu verschmelzen. Dafür überflute Ich euren Weg mit Licht und gebe eurer Seele Kraft, damit ihr Stufe um Stufe emporsteigt. Je nach der Entwicklungshöhe, die ihr errungen habt, wenn ihr diese Welt verlasst, wird die geistige Heimstätte sein, die ihr im Jenseits bewohnt. Denn das Universum wurde als eine Schule der Vervollkommnung für die Seele geschaffen. (195, 38)

Der Geist ist es, der die Seele zu einem höheren Leben über der Materie und ihren Leidenschaften emporhebt. Die Vergeistigung wird euch die große Liebe Gottes fühlen lassen, wenn es euch gelingt, sie zu verwirklichen. Dann werdet ihr die Bedeutung des Lebens verstehen, werdet seine Schönheit schauen und seine Weisheit entdecken. Dann werdet ihr wissen, warum Ich es „Leben“ genannt habe. (11, 45)

Wisset, dass der natürliche Zustand des Menschen der der Güte, des seelischen Friedens und der Harmonie mit allem ist, was ihn umgibt. Wer in der Ausübung dieser Tugenden während des Lebens beständig bleibt, der geht auf dem wahren Weg, der ihn zur Erkenntnis Gottes führen wird. (20, 20)

Wenn eure Seele nicht mehr die Lektionen benötigt, die dies Leben hier erteilt, weil sie andere, höhere auf einer anderen Welt erwarten, dann wird sie aufgrund des in diesem Erdenkampf errungenen Lichtes sagen: „Mit welcher Klarheit begreife ich jetzt, dass alle Höhen und Tiefen dieses Lebens nur Erfahrungen und Lektionen waren, die ich nötig hatte, um besser zu verstehen. Wie lang erschien mir jene Lebensreise, solange die Leiden mich niederdrückten. Jetzt hingegen, wo alles vorbei ist — wie kurz und flüchtig erscheint sie mir angesichts der Ewigkeit.“ (230, 47)

Ich setze sehr wohl meine Hoffnung auf den Menschen, glaube an seine Rettung, an sein Würdigwerden und seinen Aufstieg. Denn als Ich ihn schuf, bestimmte Ich ihn dazu, Herr zu sein auf der Erde, auf der er eine Stätte der Liebe und des Friedens schaffen sollte, und Ich bestimmte auch, dass seine Seele im Lebenskampfe stark werden müsse, um durch Verdienste dahin zu gelangen, im Lichte des Reiches der Vollkommenheit zu leben, das ihr als ewiges Erbe zusteht. (326, 46)

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