Die göttliche Liebe – Einführung

Einführung

Um einen ersten Einblick in den Sinngehalt des vorliegenden Buches zu geben, werden im Folgenden einige Textstellen aus jedem Kapitel vorgestellt:

Göttliche Liebe ─ Ursprung allen Seins

Die Liebe ist der Ursprung und der Grund für euer Dasein, o Menschen. Wie konntet ihr ohne diese Gabe leben? Glaubt Mir, es gibt viele, die in sich den Tod tragen, und andere, die krank sind, nur weil sie niemanden lieben. Der Heilbalsam, der viele gerettet hat, ist die Liebe gewesen, und die göttliche Gabe, die zum wahren Leben auferweckt, die erlöst und erhebt, ist gleichfalls die Liebe. (166, 41)

Seht: Ihr seid aus Liebe geboren, existiert aus Liebe, findet Vergebung aus Liebe und werdet aus Liebe in der Ewigkeit sein. (135, 20)

Gott ist allgegenwärtig in seiner Schöpfung

Da mein Geist unendlich und allmächtig ist, wohnt Er nicht an einem bestimmten Ort: Er ist überall, an allen Orten, im Geistigen und im Materiellen. Wo soll dann jener Thron sein, den ihr Mir zuschreibt?

Die einen sagen: Gott ist im Himmel, andere: Gott wohnt im Jenseits. Aber sie wissen nicht, was sie sagen, noch verstehen sie, was sie glauben. Zwar „wohne“ Ich im Himmel; aber nicht an dem bestimmten Orte, den ihr euch vorgestellt habt: Ich wohne im Himmel des Lichtes, der Macht, der Liebe, der Weisheit, der Gerechtigkeit, der Seligkeit, der Vollkommenheit. (130; 30, 36)

Der Mensch muss wissen, dass er Mich in sich tragt, dass er in seiner Seele und im Lichte seines Geistes die reine Gegenwart des Göttlichen besitzt. (83, 51)

Göttliche Unterweisungen zu allen Zeiten

Wenn ihr meint, dass Ich euch erst jetzt etwas vom Geistigen Leben offenbart habe, befindet ihr euch in einem großen Irrtum; denn Ich sage euch: Die göttliche Unterweisung begann, als der erste Mensch geboren wurde, und Ich übertreibe nicht, wenn Ich euch sage, dass meine Unterweisung mit der Schaffung der Geister begann, noch bevor die Welt war. (289, 18)

Erscheint es euch unmöglich oder zumindest seltsam, dass Gott Sich den Menschen geistig kundtut — dass die Geistige Welt sich kundgibt und in eurem Leben manifestiert — dass unbekannte Welten und Sphären sich euch mitteilen? Wollt ihr etwa, dass eure Erkenntnis stehenbleibt und der Vater euch niemals mehr als das offenbart, was Er euch bereits offenbart hat? (275, 66)

Die Welt bedarf meines Wortes, die Völker und Nationen benötigen meine Liebeslehren. Der Regierende, der Wissenschaftler, der Richter, der Seelsorger, der Lehrer — sie alle benötigen das Licht meiner Wahrheit, und eben darum bin Ich in dieser Zeit gekommen, den Menschen in seiner Seele, seinem Herzen und seinem Verstande zu erleuchten. (274, 14)

Mensch, erkenne dich selbst

Vor eurer Erschaffung wart ihr in Mir; danach, als geistige Geschöpfe, wart ihr an dem Ort, wo alles in vollkommener Harmonie schwingt, wo die Essenz des Lebens und die Quelle des wahren Lichtes ist, von dem Ich euch nähre.

Aber als ihr jene Heimstatt verließet, gab Ich eurem Geiste ein Gewand, und ihr sanket immer tiefer. Hernach entwickelte sich eure Seele Schritt für Schritt, bis sie zu der Daseinsebene gelangte, wo ihr euch jetzt befindet und wo das Licht des Vaters strahlt. (115, 4-5)

Ihr wisst, dass ihr „Mir zum Bilde und Gleichnis“ geschaffen wurdet; doch wenn ihr es sagt, denkt ihr an eure menschliche Gestalt. Ich sage euch, nicht dort ist mein Ebenbild, sondern in eurer Seele, welche — um Mir ähnlich zu werden — sich vervollkommnen muss, indem sie die Tugenden ausübt. (31, 51)

Falsche Vorstellungen über das Böse

Das Böse existiert, aus ihm sind alle Laster und Sunden hervorgegangen, das heißt: Jene, die Böses tun, haben immer existiert, sowohl auf der Erde als auch in anderen Heimstätten oder Welten. Aber warum personifiziert ihr alles existierende Böse in einem einzigen Wesen, und warum stellt ihr es der Gottheit gegenüber? Ich frage euch: Was ist vor meiner absoluten und unendlichen Macht ein unreines Wesen, und was bedeutet schon eure Sünde angesichts meiner Vollkommenheit?

Wenn ihr euch vorgestellt habt, dass die Wesen der Finsternis wie Ungeheuer sind, so sehe Ich sie nur als unvollkommene Geschöpfe, denen Ich meine Hand entgegenstrecke, um sie zu retten, denn auch sie sind meine Kinder. (114; 56, 62)

Materialismus, Unwissenheit, Irrlehren

Seit den ersten Zeiten habe Ich gesehen, wie die Menschen sich (gegenseitig) aus Neid, aus Materialismus, aus Machthunger das Leben nahmen; immer haben sie ihre Seele vernachlässigt, im Glauben, nur Materie zu sein, und wenn dann die Stunde gekommen ist, die menschliche Gestalt auf Erden zurückzulassen, blieb nur das übrig, was sie in ihrem materiellen Leben schufen, ohne irgendeine Seligkeit für den Geist zu ernten; denn sie haben sie nicht gesucht, nicht an sie gedacht, haben sich weder um die Tugenden des Geistes noch um Wissen gekümmert. Sie begnügten sich damit, zu leben, ohne den Weg zu suchen, der sie zu Gott fuhrt. (11, 43)

Ich habe Größe in den Menschen gelegt, aber nicht die, die er auf Erden erstrebt. Die Größe, von der Ich spreche, ist Aufopferung, Liebe, Demut, Barmherzigkeit. Der Mensch flieht beständig diese Tugenden, womit er sich von seiner wahren Größe und der Würde abwendet, die der Vater ihm als seinem Kinde verliehen hat. (80, 37)

Ihr armen Volker der Erde — die einen versklavt, andere unterdrückt und die übrigen von ihren eigenen Führern und Repräsentanten ausgebeutet!

Euer Herz liebt jene nicht mehr, die euch auf Erden regieren, weil euer Vertrauen enttäuscht worden ist. Ihr habt kein Vertrauen mehr in die Gerechtigkeit oder Großmütigkeit eurer Richter, ihr glaubt nicht mehr an Versprechungen, an Worte oder lächelnde Gesichter. Ihr habt erlebt, dass die Heuchelei sich der Herzen bemächtigte und auf Erden ihr Reich der Lugen, Falschheiten und Betrügereien errichtet hat. (325, 10-11)

Christus, der Gesalbte, zeigte euch den Weg mit den Worten: „Liebet einander.“ Könnt ihr euch die Tragweite dieses erhabenen Gebotes vorstellen? (136, 41)

Erdenleben, Tod, Sterben, Jenseits

Falsch ist die Vorstellung, die ihr von dem habt, was das Leben auf der Erde bedeutet, von dem, was die Seele ist, und von dem, was die Geistige Welt ist. Die Mehrheit der Gläubigen meint, dass, wenn sie mit einer gewissen Rechtschaffenheit leben oder wenn sie im letzten Augenblicke ihres Lebens die begangenen Verfehlungen bereuen, der Himmel für ihre Seele sicher ist. Doch diese falsche Vorstellung, die dem Menschen sehr gefällt, ist der Grund dafür, dass er das Gesetz wahrend seines ganzen Lebens nicht beharrlich erfüllt und so bewirkt, dass seine Seele, wenn sie diese Welt verlasst und in die Geistige Welt gelangt, feststellen muss, dass sie an einen Ort gekommen ist, an dem sie nicht die Wunder schaut, die sie sich vorgestellt hatte, noch die höchste Glückseligkeit fühlt, auf die sie ein Anrecht zu haben glaubte. (184, 40)

Der „Tod“ ist nur ein Sinnbild, der „Tod“ existiert nur für jene, die die Wahrheit noch nicht zu erkennen vermögen. Für sie ist der „Tod“ weiterhin ein Schreckensbild, hinter dem das Unfassbare oder das Nichts ist. Euch sage Ich: Macht eure Augen auf und begreift, dass auch ihr nicht sterben werdet. Ihr werdet euch vom Körper trennen, doch dies bedeutet nicht, dass ihr sterben werdet. Ihr habt, wie euer Meister, ewiges Leben. (213, 5)

Zu jeder Stunde ruft euch meine Stimme auf den guten Weg, auf dem der Friede ist; aber euer taubes Gehör hat nur einen Augenblick der Empfindsamkeit für jene Stimme, und dieser Augenblick ist der letzte eures Lebens, wenn der Todeskampf euch die Nähe des körperlichen Todes ankündigt. Dann wolltet ihr gerne das Leben neu beginnen, um Fehler wiedergutzumachen, um eure Seele angesichts des Urteilsspruches eures Gewissens zu beruhigen und dem Herrn etwas Wertvolles und Verdienstvolles darzubringen. (64, 60)

Solange jene, die in ihrem religiösen Fanatismus im Jenseits nur die Strafe der Hölle erwarten, an dieser Meinung festhalten, werden sie sich selbst ihre Hölle schaffen, weil die Verwirrung der Seele ähnlich jener des menschlichen Verstandes ist, wenn auch viel starker. (227, 71)

Entwicklung und Reinkarnation

Ebenso wie ihr den Körper des Menschen sich entwickeln seht, so entfaltet sich in ihm auch die Seele. Doch der Körper stößt auf eine Grenze bei seiner Entwicklung, während die Seele vieler Körper und der Ewigkeit bedarf, um ihre Vollkommenheit zu erreichen.

Das ist der Grund für eure Reinkarnation. Ihr seid gleich einem Samen aus dem väterlichen und mütterlichen Schöpfergeist Gottes lauter, einfach und rein geboren worden. Doch irret euch nicht; denn es ist nicht dasselbe, lauter und einfach zu sein, wie gros und vollkommen zu sein. (212, 57-58)

Wie viele Menschen meinen aufgrund des Wissens, das sie erlangt haben, geistige Große zu besitzen, sind sie für Mich doch nicht mehr als einige auf dem Entwicklungswege stehengebliebene

Kinder. Denn sie müssen bedenken, dass es nicht allein die Entfaltung ihres Verstandes ist, wodurch sie die Aufwärtsentwicklung ihrer Seele erreichen können, sondern es muss durch die Entwicklung der Gesamtheit ihres Wesens geschehen, und es gibt viele Fähigkeiten im Menschen, die entwickelt werden müssen, um die Vollendung zu erreichen.

Das ist der Grund dafür, dass Ich — als eines meiner Gesetze der Liebe und Gerechtigkeit — die Reinkarnation der Seele einsetzte. (156, 28-29)

Ehe, Familie, Erziehung

Am Anfang wurde das Menschenwesen in zwei Teile geteilt und so die zwei Geschlechter geschaffen, das eine — der Mann, das andere — die Frau; in ihm Stärke, Intelligenz, Würde; in ihr Zärtlichkeit, Anmut, Schönheit. Der eine — der Same, die andere — die fruchtbare Erde. Seht hier zwei Wesen, die nur vereint sich vollständig, vollkommen und glücklich fühlen können. In ihrer Harmonie werden sie ein einziges „Fleisch“, einen einzigen Willen und ein einziges Ideal bilden.

Wenn diese Verbindung vom Geist und von der Liebe inspiriert ist, wird sie Ehe genannt. (38, 30-31)

Denkt ernstlich an die Generationen, die nach euch kommen, denkt an eure Kinder. So wie ihr ihnen das körperliche Sein gegeben habt, so habt ihr auch die Pflicht, ihnen geistiges Leben zu geben — jenes, welches Glaube, Tugend und Vergeistigung ist. (138, 61)

Wissenschaft, Religionen, Spiritualität

Bildet euch nichts ein auf die Früchte eurer Wissenschaft, denn jetzt, da ihr so große Fortschritte in ihr gemacht habt, leidet die Menschheit am meisten, gibt es am meisten Elend, Beunruhigung, Krankheiten und brudermörderische Kriege. (22, 16)

Unter den Menschen herrscht Verwirrung, weil ihr die, die euch ins Verderben geführt haben, auf einen Sockel gehoben habt. Fragt daher nicht, warum Ich zu den Menschen gekommen bin, und enthaltet euch des Urteils darüber, dass Ich Mich durch Sünder und Unwissende kundtue; denn nicht alles, was ihr für unvollkommen haltet, ist es. (59, 54)

Ich habe euch gesagt, dass diese Menschheit eines Tages die Vergeistigung erreichen und in Harmonie mit allem Geschaffenen zu leben verstehen wird, und Seele, Verstand und Herz im Gleichschritt gehen werden. (305, 11)

„Liebet einander“, dies ist meine Maxime, mein höchstes Gebot für die Menschen, ungeachtet der Glaubensbekenntnisse oder der Religion. (129, 40)

Der Mensch hat — als er sich von der Erfüllung meines Gesetzes abwandte — verschiedene Ideen, Theorien, Religionen und Doktrinen geschaffen, welche die Menschheit spalten und verwirren und die Seele an die Materie binden und sie hindern, sich frei zu erheben. Doch das Licht meines Heiligen Geistes erleuchtet alle Menschen und zeigt ihnen den Weg des wahren Lebens, auf dem es nur einen Führer gibt, welcher das Gewissen ist. (46, 44)

Der Spiritualismus ist keine Religion; er ist die gleiche Lehre wie die, die Ich in der Person Jesu zur Orientierung aller Menschen aller Zeiten auf der Welt verbreitete. Es ist meine Lehre der Liebe, der Gerechtigkeit, des Verstehens und der Vergebung. (359, 60)

Der Altar, den Ich euch überlasse, um auf ihm den Gottesdienst zu feiern, den Ich erwarte, ist das Leben selbst ohne irgendeine Begrenzung, jenseits aller Religionen, aller Kirchen und Sekten, denn er gründet im Geistigen, im Ewigen, im Göttlichen. (194, 28)

Entfaltung geistiger Gaben und guter Eigenschaften

So wie zu allen Zeiten das Leben des Menschen in Epochen oder Zeitalter unterteilt wurde und jedes derselben sich durch etwas ausgezeichnet hat — sei es durch seine Entdeckungen, durch die göttlichen Offenbarungen, die es empfangen hat, durch seine Entfaltung im Sinne des Schönen, was der Mensch „Kunst“ nennt, oder durch seine Wissenschaft — so wird die nun beginnende Zeit, das Zeitalter, das bereits wie eine neue Morgenröte hervorbricht, durch die Entfaltung der Geistesgaben gekennzeichnet sein — jener Seite eures Wesens, die ihr hättet pflegen sollen, um euch so viele Übel zu ersparen, was ihr jedoch immer auf später verschoben habt.

Glaubt ihr nicht, dass das menschliche Leben sich völlig wandeln kann, wenn es Spiritualität entwickelt, die Geistesgaben entfaltet und das Gesetz in Kraft setzt, welches auf dieser Welt vom Gewissen diktiert wird? (135, 53-54)

Ich sage euch: Gesegnet seien jene meiner Arbeiter, die in ihrem Herzen das Leid derer mitzufühlen vermögen, die ihre Freiheit oder Gesundheit eingebüßt haben, und die diese besuchen und trösten. Denn eines Tages werden sie einander wieder begegnen — sei es in diesem oder einem anderen Leben. (149, 54)

Die Vergebung, die der Liebe entspringt, lehrt allein meine Lehre, und sie besitzt eine machtvolle Kraft, um das Böse in Gutes zu verwandeln, den Sünder zu einem tugendhaften Menschen zu bekehren und umzuwandeln. (238, 13)

Gebet, Meditation, Vergeistigung, Visionen

Jetzt ist die rechte Zeit, um zu beten und zu meditieren; aber mit Gebeten, die frei von Fanatismus und Vergötzung sind, und mit ruhigem und tiefem Nachdenken über mein göttliches Wort.

Alle Stunden und alle Orte können geeignet sein, um zu beten und zu meditieren. Nie habe ich euch in meinen Unterweisungen gesagt, dass es Orte oder Augenblicke gäbe, die besonders dafür vorgesehen sind. (279, 5-6)

Wenn ihr mit eurem Gott nicht zu sprechen versteht, werden Mir eure Reue, eure Gedanken, euer Schmerz genügen, wird Mir eure Liebe genügen.

Dies ist die Sprache, die Ich vernehme, die Ich verstehe, die Sprache ohne Worte, die der Wahrhaftigkeit und der Aufrichtigkeit. Dies ist das Gebet, das Ich euch in dieser Dritten Zeit gelehrt habe. (358, 53-54)

Ich erwarte von den Menschen Vergeistigung, denn sie bedeutet Erhöhung des Lebens, Ideal der Vervollkommnung, Liebe zum Guten, Hinwendung zur Wahrheit, Ausübung der Liebestätigkeit, Harmonie mit sich selbst, was Harmonie mit den anderen und daher mit Gott ist. (326, 22)

Vergeistigung ist die Harmonie mit allem, was euch umgibt. (326, 66)

Menschen, Nationen, Rassen und Volker, sie alle werden dem göttlichen Rufe folgen müssen, wenn der Geist des Menschen, seiner Gefangenschaft auf Erden überdrüssig, sich erhebt, die Ketten des Materialismus zerbricht und den Jubelschrei der geistigen Befreiung ausstößt. (297, 66)

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